Ärzte stehen im Kreis und strecken die Hände in der Mitte zusammen.

Applaus für die Menschen im Gesundheitswesen

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Ein Zeichen

der Anerkennung

Auf einmal wird es laut in Sülz, einem Stadtviertel im Herzen von Köln. Pünktlich um 21 Uhr stehen die Anwohnerinnen und Anwohner minutenlang auf ihren Balkonen und Dachterrassen und applaudieren, jubeln und pfeifen. Es ist ein Zeichen der Anerkennung und gilt Ärzten, Krankenschwestern und allen anderen, die in diesen Tagen das Gesundheitssystem am Laufen halten. Ähnliche Szenen finden zeitgleich in ganz Köln und in der ganzen Bundesrepublik statt. Ihren Ursprung hat die Aktion in Italien. Das Nachbarland steht durch das Corona-Virus am Rand des medizinischen und wirtschaftlichen Kollapses und hat täglich hunderte Menschen zu betrauern. Aus diesem Grund hatten einige Italiener schon vor einigen Wochen über Social Media alle dazu aufgerufen, auf ihren Balkonen zu musizieren und zu singen. Die online gestellten Videos gingen um die Welt. Unter dem Hashtag #flashmobsonoro (klingender Flashmob) wollen die Bürger so dem Coronavirus trotzen und sich und ihren Nachbarn, in Zeiten der staatlich angeordneten Ausgangssperre, Mut und Hoffnung und auch ein Stück weit Freude und Abwechslung vom tristen Alltag in den eigenen vier Wänden schenken. Spanien, Griechenland und Frankreich taten es den Italienern gleich. Der Flashmob hat sich in verschiedenen Ausprägungen mittlerweile in ganz Europa verbreitet und ist zu einem der markantesten Rituale in Zeiten der Corona-Krise geworden.

In Deutschland wird auch musiziert und gesungen, aber mehrheitlich geklatscht, um den vielen Krisenhelfern, wie Ärzten, Krankenschwestern, Pflegern, Sanitätern, aber auch den Angestellten in den Supermärkten, für ihren Einsatz zu danken. Es ist aber nicht nur der Dank für ihren Einsatz, sondern zugleich eine Form des Respekts, der Solidarität und der Anerkennung, dass sie ihre Berufe weiter ausüben. Denn es sind insbesondere die Berufsgruppen im Gesundheitswesen, die mit ihrer tagtäglichen Arbeit versuchen, eine weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen und sich selbst zugleich jeden Tag dem Ansteckungsrisiko aussetzen, wenn sie Kontakt zu Erkrankten und potenziell Erkrankten haben.

Folgt die finanzielle Anerkennung?

Was sagen die Beklatschten zu diesen Aktionen? Die Meinungen gehen auseinander. Viele freuen sich, dass ihre Arbeit so wertgeschätzt wird, schöpfen daraus neuen Mut und Kraft und sind zu Tränen gerührt. Andere wiederum können dem Applaus nicht so viel abgewinnen. Sie bemängeln die jahrelang vorhandene Überlastung und die fehlende Work-Life-Balance in Verbindung mit einem zu niedrigen Lohn. Im Jahresdurchschnitt verdient eine Pflegefachkraft 38.000 Euro im Jahr (WELT 2019). Vergleicht man dies mit dem durchschnittlichen Einstiegsgehalt von 47.300 Euro (StepStone) in den sogenannten MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik), ist das ein diskutabler Lohnunterschied. Gerade jetzt, wo sich in Zeiten des Coronavirus alles um die Frage der Systemrelevanz dreht. Deutschland hat nachweislich eines der besten Gesundheitssysteme der Welt. Das Coronavirus deckt dennoch schonungslos die größte Schwäche des Systems auf: Die zu dünne Personaldecke. Bereits jetzt fehlen für die nächsten Jahre in den Heimen hunderttausende Pflegerinnen und Pleger.

Es geht um die wirtschaftliche und moralische Frage, ob man in Zukunft die Berufsgruppen, die das System eines Landes in solchen außergewöhnlichen Situationen am Leben erhalten, besser bezahlen will oder sogar muss. Infolgedessen wird es auch darum gehen, junge Menschen noch stärker für Berufe im Gesundheitswesen und insbesondere für den Pflegeberuf zu sensibilisieren und zu begeistern.

Die BERGISCHE Krankenkasse verfolgt diesen Weg bereits seit vielen Monaten. Unser Marken- und Pflegebotschafter DAVIN (DSDS Sieger 2019) ist gelernter Altenpfleger und wirbt verstärkt für diese Berufsgruppe. Mit einem besonderen Grußvideo dankt er seinen Kolleginnen und Kollegen. Unter www.superstarke.de können Sie ihn kennen lernen und erfahren mehr über sein und unser Engagement.

Wir sind überzeugt: Für unsere Gesellschaft ist es ganz elementar, die Pflegeberufe zu würdigen und wertzuschätzen. Und es ist ganz richtig, jetzt ein Zeichen der Anerkennung zu setzen. Applaus! #wegmitdemVirus

Text: Michael Ganter

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