Ferienvolltreffer für sportliche

Jungen und Mädchen

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Feriencamp

entwickelt von Max Ramota

Wie der Ablauf in den Max Camps vonstatten geht und was genau die Kids erwartet, zeigen wir Ihnen in unserem Auszug aus dem Max Camp "Ferienvolltreffer" aus dem Jahre 2019.

Knapp 30 Kinder in Sportklamotten, Turnschuhen oder auf Socken haben sich in drei Reihen aufgestellt und schauen gespannt zu Valentina Hickstein. Die Grundschullehrerin, genannt Vali, steht in der Turnhalle der Grundschule Weyer im Solinger Stadtteil Wald und zeigt den Kurzen, wo es langgeht. Nach vorn nämlich – aber nicht auf zwei Beinen, das wäre ein bisschen zu einfach. Zunächst ziehen die kleinen Sportler sich bauchlinks über eine Turnbank, hüpfen auf beiden Beinen über drei Hula-Hoop-Reifen, schlagen anschließend einen Purzelbaum, um am Ende des Parcours dann noch ein passendes Teil zu finden. Damit müssen sie nach so viel Bewegung das Puzzle vervollständigen, das in der Turnhalle auf dem Boden liegt. Ganz schön anstrengend für die Sechs- bis Achtjährigen.

Die Trainer Nils Artmann, Amelie Knippert und Valentina Hickstein

Die Jungen und Mädchen aus Solinger Grundschulen nehmen am „Ferienvolltreffer“ teil, einem Feriencamp in der letzten Woche der großen Ferien, das der ehemalige Profihandballer Max Ramota sich ausgedacht hat. Seit drei Jahren organisiert der Ex-Profi und Rückraumspieler Handball-Camps für Kinder und Jugendliche. Bei der fünftägigen Freizeit in Solingen – Start war am Montag – geht es aber nur am Rande um Handball. Auf dem Programm stehen Bewegungs- und Koordinationsspiele, aber auch der Klassiker Fangen, Denk- oder Geschicklichkeitsspiele. Eben eine Mischung aus Sport und Puzzle. Sechs Stunden pro Tag, ein tüchtiger Muskelkater inklusive.

Der Ferienvolltreffer ist ein Pilotprojekt. Es geht nicht nur um Sport, Fitness und Bewegung, sondern auch um das Miteinander, um gemachte Erfolgserlebnisse und gemeinsam verbrachte Trainingstage. Morgens um 9 Uhr geht es mit einem gemeinsamen Frühstück los für Max, die Kids und beiden Kollegen von Valentina Hickstein, die gemeinsam auf die kleinen Sportler aufpassen. Vier Erwachsene, an die 30 Kinder, der Trainerschlüssel ist bewusst hoch im Ferienvolltreffer. So bekommt jedes Kind, die Aufmerksamkeit, die es benötigt. „Das hast du prima gemacht“, lobt Valentina ein blondes Mädchen, nachdem es die letzten Puzzleteile zusammengesteckt hat. Die Kleine hüpft jauchzend zurück zu ihrer Gruppe.

Große Augen: Was machen wir als nächstes?

„Konkurrenz und Leistungsdruck spielen bei uns überhaupt keine Rolle“, erklärt Max Ramota, der im Hauptberuf die Handball-Damen des Bergischen HC trainiert. Wer nicht mehr kann, darf eine Pause machen oder auf den Schulhof. „Mir tun die Füße weh, Herr Ramota“, sagt ein Knirps mit Brille und im Trikot der Bergischen, bevor er grinsend nach draußen abzischt. Die gesetzliche Krankenkasse mit Sitz  in Solingen unterstützt den ehemaligen Handball-Crack bei seiner Arbeit. Der Ferienvolltreffer ist für Kinder gedacht, die ansonsten in den großen Ferien zu Hause bleiben müssten. Wenn Max Ramota drei solcher Camps pro Jahr anbieten könnte, wäre er zufrieden, sagt er.

Bauchlinks geht es über eine Bank

„Alle Kinder schauen auf mich“, ruft inzwischen Trainerin Valentina – und alle Kinder schauen zu Valentina. Vor dem nächsten Spiel wird die Halle gemeinsam auf Vordermann gebracht. Matten werden gestapelt, vier Kinder an vier Ecken, die Bänke kommen zurück an die Wand und die Reifen zurück in den Geräteraum. Als nächstes steht Zombie-Ball auf dem Programm, eine Art Völkerball mit drei farbigen Bällen. 60 kleine Füße flitzen durch die Halle, wer einen Ball abbekommt, muss auf die Bank. „Zombie-Geburtstag“,  schreit Valentina, und schon dürfen wieder alle Kids mitmachen. Es ist laut in der Halle, wenn 30 Kinder durch die Gegend flitzen.

Diese kleine Sportlerin gibt alles

Mitmachen! Darum geht es Max Ramota bei seiner Aktion. Aber auch darum, etwas zurückzugeben. „Ich habe als Handballer alles erreicht“, sagt Ramota, der selbst im Alter von sechs Jahren mit Handball angefangen hat, irgendwann in der Bundesliga landete, Deutscher Meister wurde und mit dem TBV Lemgo den Europapokal holte. Auch wenn es beim Ferienvolltreffer nicht darum geht, Talente zu entdecken, schaut der gebürtige Kölner und zweifache Vater genau hin, was die Mädchen und  Jungen draufhaben. Wer die Grundlagen für eine bestimmte Sportart mitbringt, wird an Solinger Sportvereine vermittelt. Mitgliederschwund bei Vereinen ist im Bergischen wie fast überall ein Thema.

Mannschaftsbesprechung vor der Mittagspause

Ebenso wie die Ablenkung durch Smartphone, Internet und Co.: „Ich kämpfe dagegen an“, sagt Ramota. „Wir müssen eine vernünftige Alternative anbieten.“ Die heißt für den Ex-Profi nun mal Sport und Bewegung. Aber auch eine Art Infotainment für kleine Menschen. „Wir versuchen, den Kindern schon klarzumachen, dass Cola kein Grundnahrungsmittel ist.“ Und dass Sport eine Art aktive Entspannungsübung ist. Am liebsten in der Gemeinschaft, denn Mannschaftssport macht stark. Genau wie der Ferienvolltreffer.

Steckbrief Max Ramota:
Maximilian „Max“ Ramota wurde am 29. Juli 1977 in Köln geboren. Er wohnt in Solingen und trainiert im Hauptberuf die Damen des Handballvereins Bergischer HC. Mit sechs Jahren begann er beim TuS Königsdorf, wechselte zum VfL Gummersbach und zur SG  Solingen. Anschließend wechselte er zur HSG Düsseldorf und später zum TBV Lemgo. 2003 gewann Ramota die deutscher Meisterschaft und den DHB-Supercup, drei Jahre später den EHF-Pokal. Seit 2016 organisiert er seine Handballcamps, der Ferienvolltreffer feiert in diesem Sommer seine  Premiere. Max‘ Bruder Christian (46) war Handballtorwart und lebt in der Schweiz.

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