Kardioversion

Bringen Sie Ihr Herz wieder in Takt

Tachykarde Herzrhythmusstörungen

Das Herz ist ein wahrer Kraftprotz. Bis zu unserem Lebensende versorgt es unsere Organe und Gewebe kontinuierlich mit Blut – und damit mit lebensnotwendigem Sauerstoff und Nährstoffen. Dabei wird mit jedem Herzschlag Blut durch den gesamten Körper gepumpt. Bei Erwachsenen schlägt das Herz im Ruhezustand ca. 60 bis 80 Mal in der Minute. Ist der Herzschlag kontinuierlich zu schnell – man spricht hier von mehr als 100 Schlägen pro Minute – dann liegt ein Herzrasen bzw. eine Tachykardie vor. Das hat zur Folge, dass das Blut nicht vollständig in den Körperkreislauf gepumpt werden kann.

Es gibt vielfältige Ursachen für eine Tachykardie. Am häufigsten ist das Vorhofflimmern, das besonders im Alter zwischen 75 und 85 Jahren auftritt. Patienten mit Bluthochdruck leiden häufiger unter Vorhofflimmern. Stoffwechselstörungen, wie Schilddrüsenerkrankungen, können eine Tachykardie begünstigen.

Weitere mögliche Ursachen einer Tachykardie :

  • Herzschwäche
  • Herzmuskelentzündungen
  • Herzklappenerkrankungen
  • koronare Herzerkrankungen
  • Alkohol- und Drogenmissbrauch

Wie lässt sich eine tachykarde Herzrhthmusstörung behandeln?

Eine tachykarde Herzrhthmusstörung wird mit einer elektrischen Kardioversion behandelt. Dabei handelt es sich um eine Maßnahme, um den normalen und regelmäßigen Herzschlag – den sigenannten Sinusrhythmus – wiederherzustellen. Die Kardioversion wird unter einer Kurznarkose mit Überwachung des Herzkreislaufes durchgeführt.

Als Versicherter der BERGISCHEN KRANKENKASSE kann diese Leistung auch ambulant in einer Vertragspraxis durchgeführt und mit uns abgerechnet werden.

Wann kann eine ambulante elektrische Kardioversion durchgeführt werden?

Die ambulante elektrische Kardioversion kann gemäß § 140a SGB V nur bei Patienten erbracht werden, bei denen eine tachykarde Herzrhythmusstörung gesichert festgestellt wurde. Bei bestimmten Kontraindikationen ist keine Teilnahme möglich.

Kontraindikatoren für eine elektrische Kardioversion

  • Vorhofthromben kann nicht sicher ausgeschlossen werden.
  • leitliniengerechte orale Antikoagulation.
  • bei einem Nachweis von Spontanechos im linken Vorhof.
  • bei hämodynamisch instabilen Patienten.
  • bei Patienten mit permanentem Vorhofflimmern.
  • wenn eine Kurznarkose nicht ausreichend ist.

Behandlungspfad der elektrischen Kardioversion

Um den individuell bestmöglichen Behandlungspfad des Patienten auszuarbeiten, wird dieser in zwei Versorgungsebenen untergliedert. 

  • 1. Versorgungsebene: Fachärzte für Innere Medizin und Kardiologie und Fachärzte für Innere Medizin mit Schwerpunkt Kardiologie
  • 2. Versorgungsebene: Spezialisierte Kardiologen

1. Versorgungsebene
Überprüfung der Teilnahmevoraussetzungen

  • Um die Behandlung durchführen zu können, muss der Patient eine freiwillige Teilnahmeerklärung ausfüllen, die der einschreibende Vertragsarzt an die KV Nordrhein übermittelt.
  • Der Patient wird zu Beginn durch die speziellen Teilnahmevoraussetzungen und Kontraindikatoren identifiziert.
  • Es findet eine Beratung über generelle Risikofaktoren (Ernährung, Bewegung) statt.
  • Im Anschluss wird die Weiterbehandlung mit einem teilnehmenden spezialisierten Kardiologen besprochen.
  • Die Leistungen der zweiten Versorgungsebene können nur erbracht werden, wenn eine Genehmigung zur Durchführung und Abrechnung echokardiografischer Untersuchungen vorliegt

2. Versorgungsebene
Durchführung der elektrischen Kardioversion

  • Unter einer Kurznarkose wird die Kardioversion mithilfe von elektrischen Impulsen (der eigene vom EKG erfasste Herzschlag) durchgeführt.
  • Während der Behandlung steht der Patient unter permanenter EKG-Kontrolle.
  • Nach Behandlung und Aufwachphase darf der Patient nach Hause.
  • Zuvor wird im Abschlussgespräch ein erster Kontrolltermin festgelegt, an dem mittels einer EKG-Untersuchung überprüft wird, ob der regelmäßige Herzrhythmus beibehalten werden konnte.

Fragen und Antworten

Unsere Expertinnen und Experten aus dem Fachbereich Ärztliche Behandlung helfen Ihnen gerne weiter.

BERGISCHE Krankenkasse – Team Ärztliche Behandlung

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