Das E-Rezept

Arzt, Apotheke, Medikament: fix, sicher und papierlos

Gut informiert zum E-Rezept

Das E-Rezept kommt: Ab voraussichtlich 1. Dezember 2021* startet die bundesweite Einführung des elektronischen Rezepts. Auch Sie als Versicherte der BERGISCHEN Krankenkasse können die neue Technik nutzen, wenn Sie das möchten. Alles, was Sie dazu wissen müssen, erfahren Sie hier.  

*) der ursprüngliche Einführungstermin am 1. Oktober 2021 wurde von der gematik kurz zuvor verschoben.

So funktioniert das E-Rezept

In 6 Schritten vom Arzt zum Medikament

Fragen und Antworten zum E-Rezept auf einen Blick

Muss ich das E-Rezept nutzen?

Nein, Sie können auch weiterhin einen Papierausdruck vom Arzt erhalten und damit zur Apotheke gehen, um Ihre Medikamente zu bekommen. Dieser wird etwas anders aussehen als bisherige Rezepte und einen QR-Code beinhalten. 

Welche App fürs E-Rezept?

Die sichere App fürs E-Rezept kommt von der gematik. Das Symbol im AppStore und PlayStore ist ein blaues abgerundetes Kreuz in mehreren Farbschattierungen. Die gematik GmbH handelt im Auftrag großer Gesundheitsakteure wie dem Bundesministerium für Gesundheit, der Bundesärzte- und -zahnärztekammer, dem Deutschen Apothekerverband und dem Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherungen.

Hier können Sie die erezept-App kostenlos herunterladen:

Welche Voraussetzungen müssen fürs E-Rezept erfüllt sein?

Um das E-Rezept in vollem Umfang nutzen zu können, benötigen Sie

  • ein NFC-fähiges* Smartphone und
  • eine NFC-fähige* elektronische Gesundheitskarte (eGK)
  • und einen Pin. Diesen haben Sie entweder mit Ihrer eGK bereits von uns erhalten, oder Sie können ihn in einem unserer Kundenzentren beantragen.

Außerdem müssen

  • Ihr Arzt
  • und die Apotheke

bereits an das entsprechende System angeschlossen sein.

*was NFC ist, erklären wir Ihnen im nächsten Punkt.

Was ist NFC und wie erkenne ich es auf meinem Smartphone?

NFC heißt „near field communication“ und ist, ähnlich wie Bluetooth, eine Technik, mit der Daten über kurze Entfernung ausgetauscht werden können.

Smartphones, die mit mindestens iOS 14 bzw. Android 7 laufen, verfügen über die Technik. Sie finden das NFC-Symbol in den Funktionen oder über die Suchfunktion Ihres Handys. Gängige Symbole für NFC sind ein „N“ mit doppeltem Mittelbalken oder stilisierte Funkwellen mit dem Kürzel NFC. 

Warum brauche ich einen PIN und woher bekomme ich diesen?

Der PIN-Code erhöht die Sicherheit für Sie. Er ist zusammen mit Ihrer eGK eine Art Schlüssel zur E-Rezept-App. Selbst wenn Ihre Gesundheitskarte einmal in falsche Hände geraten sollte, kann ohne PIN niemand etwa unrechtmäßig Medikamente darüber besorgen.

Den PIN bekommen deshalb auch nur Sie persönlich. Manche Versicherte nutzen ihn bereits für die ePA. Wer seinen persönlichen PIN noch nicht hat, kann ihn in unseren Kundenzentren beantragen. Dort ist unseren Kundenberaterinnen und -beratern die Identifizierung möglich. Eine Onlinelösung ist ebenfalls in Arbeit.

Kann meine elektronische Gesundheitskarte (eGK) NFC?

Ihre eGK verfügt über NFC, wenn auf der Vorderseite das Funkwellensymbol abgedruckt ist. Die BERGISCHE gibt seit Dezember 2020 NFC-fähige Gesundheitskarten aus. Wenn Sie Ihre nach diesem Zeitpunkt erhalten haben, ist sie für das E-Rezept geeignet.

Ich habe eine ältere Gesundheitskarte, möchte aber das E-Rezept nutzen.

Wenn Ihre elektronische Gesundheitskarte (eGK) nicht NFC-fähig ist, Sie aber das E-Rezept nutzen möchten, können Sie bei uns eine neue anfordern. Das geht ganz einfach über die App.

Ich habe ein älteres Handy, möchte aber das E-Rezept nutzen.

Ohne ein NFC-fähiges Smartphone geht es beim E-Rezept leider nicht. Aber vielleicht kann ja eine Vertrauensperson helfen? Ansonsten stellt Ihnen der Arzt auch weiterhin eine Verschreibung auf Papier aus.

Ist das E-Rezept sicher?

Für das E-Rezept nutzen Ärzte, Patienten und Apotheken eine eigene verschlüsselte digitale Infrastruktur. Der Arzt schickt Ihr Rezept verschlüsselt an die Telematik-Plattform, Sie rufen es mit Ihrem Smartphone verschlüsselt ab und leiten es ebenso verschlüsselt an die Apotheke weiter.

Um Zugang zu diesem geschlossenen System zu bekommen, benötigt jeder medizinische Akteur, also Ärztin, Therapeut, Apothekerin, einen persönlichen Heilberufsausweis und eine eigene spezielle E-Mail-Adresse. Sie benötigen Ihre persönliche elektronische Gesundheitskarte. So ist gewährleistet, dass niemand unberechtigt Daten einsehen kann.

Welche Vorteile hat das E-Rezept?

Das E-Rezept hat für Ärzte, Versicherte und Apotheken vor allem zwei Vorteile.

  • Es ist sicher: Nur wer berechtigt ist, kann ein Rezept ausstellen, abrufen oder weitergeben. 
  • Es ist schnell: Als Versicherte können Sie das E-Rezept noch aus den Praxisräumen heraus an Ihre Wunschapotheke schicken. So hat die Apotheke mehr Zeit, es für Sie zu besorgen.

Auch für die Umwelt ist das E-Rezept ein echter Schritt nach vorne: Derzeit werden jedes Jahr rund 500 Millionen Papierrezepte ausgedruckt. All das entfällt in Zukunft.

Wann kommt das E-Rezept?

Das E-Rezept wird ab 1. Oktober 2021 bundesweit eingeführt. Zunächst gilt das nur für gesetzlich Versicherte und nur für Verordnungen von apothekenpflichtigen Medikamenten.

Sie haben noch Fragen zum E-Rezept?

Kontaktieren Sie unsere Fachberaterinnen und Fachberater über die BERGISCHE App, über WhatsApp oder telefonisch. Weitere Informationen erhalten Sie zudem auf den Seiten der gematik:

https://www.gematik.de/anwendungen/e-rezept/ und 

https://www.das-e-rezept-fuer-deutschland.de/app .