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Hand aufs Herz: Haben Sie sich über unseren Brief zur Beitragsanpassung geärgert? Das können wir verstehen. Niemand zahlt gerne mehr, vor allem in Zeiten, in denen vieles teurer wird. Uns ist wichtig, dass Sie wissen: Wir machen uns diese Entscheidung nicht leicht. Wir sind selbst hier versichert. Wir sitzen im selben Boot.
Aber bevor wir über Zahlen sprechen, erinnern wir uns an das, was uns von Konzernen unterscheidet: Wir sind keine Aktiengesellschaft. Wir haben keine Investoren, die Rendite sehen wollen. Wir haben keine Gewinnerzielungsabsicht. Wir sind eine Solidargemeinschaft. Jeder Cent, den wir einnehmen, gehört unseren Mitgliedern - also Ihnen. Er darf nur für einen einzigen Zweck ausgegeben werden: Ihre Gesundheit sicherzustellen, wenn es darauf ankommt.
Dass wir den Beitrag jetzt anpassen mussten, hat unter anderem einen Grund, der nichts mit Ihrer Gesundheit zu tun hat. Es ist ein Systemfehler. Und wir sind nicht bereit, diesem Fehler länger tatenlos zuzusehen. Wir handeln.
Es gibt eine gewaltige Schieflage im System. Es geht auch um die Finanzierung der Gesundheitskosten für Menschen, die Bürgergeld beziehen.
Die Regel ist eigentlich klar: Der Staat ist für die soziale Absicherung zuständig. Er beauftragt uns Krankenkassen, die Versorgung von Bürgergeldbeziehern zu organisieren. Das tun wir auch, denn Solidarität ist unser Kern. Aber: Der Staat bestellt die Leistung, bezahlt die Rechnung aber nur zum Teil.
Die Fakten
Das ist aus unserer Sicht eine Zweckentfremdung von Beitragsgeldern. Ihre Beiträge sind für Ihre Gesundheit da, nicht um Haushaltslöcher des Bundes zu stopfen.
Wir nehmen diese „faktische Enteignung“ der Beitragszahler nicht länger hin. Um Sie zu schützen, beteiligen wir uns aktiv an einer Klage, die derzeit geführt wird. Zusammen mit anderen Kassen ziehen wir vor Gericht. Wenn es sein muss bis nach Karlsruhe vor das Bundesverfassungsgericht.
Wir kämpfen auf dem Rechtsweg dafür, dass staatliche Aufgaben aus Steuern bezahlt werden und Ihr Geld wieder dort landet, wo es hingehört: Bei Ihrer Versorgung.
Wobei wir wissen: Die Klage allein löst nicht alle Probleme im Gesundheitswesen, wie Demografie oder allgemeine Preissteigerungen. Aber sie ist ein notwendiges Stoppschild. Wir fordern damit politische Lösungen ein, damit Beiträge auch in Zukunft bezahlbar bleiben.
Vielleicht fragen Sie sich: „Geht das nicht auch günstiger?“
Hier lohnt sich ein Blick auf die Realität, Stand 9. Januar 2026: Aktuell mussten bereits rund die Hälfte aller gesetzlichen Krankenkassen ihre Beiträge erhöhen. Der tatsächliche Durchschnitt liegt mittlerweile bereits bei 3,36 %. Die Einschläge kommen also überall näher.
Andere spielen auf Zeit: Viele Krankenkassen kalkulieren extrem knapp oder lösen letzte Reserven auf, um im Januar günstig zu erscheinen. Das Risiko dabei: Das Geld reicht oft nicht bis zum Jahresende. Allein im Jahr 2024 mussten deshalb mehr als 30 Krankenkassen ihren Beitrag im laufenden Jahr erhöhen, manche sogar mehrfach.
Die BERGISCHE KRANKENKASSE hat in ihrer Geschichte noch nie einen Zusatzbeitrag unterjährig erhöhen müssen. Darauf sind wir stolz.
Wir beteiligen uns nicht an diesem „Poker“ auf dem Rücken der Versicherten. Wir kalkulieren solide, ehrlich und vorausschauend. Unser Ziel ist es, Ihnen mit dieser Anpassung Ruhe und Sicherheit für das gesamte Jahr 2026 zu verschaffen, statt Sie im Frühling mit Nachforderungen zu überraschen oder Leistungen und / oder Service zu kürzen. Dafür ist Gesundheitsversorgung zu wichtig. Dafür ist uns auch Ihr Vertrauen zu wichtig.
Wir wissen, dass diese Anpassung schmerzt. Aber sie ist das Fundament dafür, dass wir auch in stürmischen Zeiten stabil bleiben und Kurs halten können. „Echte Nähe“ ist unser Versprechen an Sie. Konkret auf die Klage bezogen heißt das: Wir stehen für Sie ein, wenn es drauf ankommt.
Es bleibt herausfordernd. Aber genau dafür sind wir da: Damit Sie in bewegten Zeiten einen Partner haben, der Ruhe bewahrt und anständig mit Ihren Beiträgen umgeht. Das bedeutet auch: Keine Abstriche bei der Qualität. Sie können sich auch 2026 voll auf unseren exzellenten Service und starke Leistungen verlassen.