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Gesundheit und Nachhaltigkeit gehören untrennbar zusammen. Denn Gesundheit entsteht nicht allein durch eine gute medizinische Versorgung. Sie wird ebenso von den Lebensbedingungen der Menschen, einem respektvollen Miteinander und einer intakten Umwelt beeinflusst.
Als BERGISCHE KRANKENKASSE übernehmen wir Verantwortung für unsere Versicherten, unsere Mitarbeitenden und die Menschen in unserer Region. Deshalb beziehen wir Nachhaltigkeit in unsere Entscheidungen ein. Sie zeigt sich im verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen, in fairen Arbeitsbedingungen, im gesellschaftlichen Engagement und in unserem Anspruch, das Gesundheitswesen zukunftsfähig mitzugestalten.
Mit diesem Nachhaltigkeitsbericht 2026 machen wir transparent, wie wir ökologische, soziale und wirtschaftliche Verantwortung verstehen und im Alltag umsetzen. Er gibt Einblick in die Entwicklungen des vergangenen Jahres, zeigt Fortschritte auf und macht deutlich, an welchen Themen wir weiterarbeiten. Denn wir sind überzeugt: Nachhaltigkeit lebt von Kontinuität, Offenheit und dem Willen, sich stetig weiterzuentwickeln.
Mein Dank gilt allen, die diesen Weg gemeinsam mit uns gehen – unseren Beschäftigten, unseren Kooperationspartnern und unseren Versicherten. Ihr Vertrauen und ihr Engagement sind die Grundlage dafür, Gesundheit und Nachhaltigkeit gemeinsam weiterzudenken und Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen.
Herzliche Grüße
Sabine Stamm, Vorständin der BERGISCHEN KRANKENKASSE
Die BERGISCHE KRANKENKASSE setzt sich für eine umweltbewusste und nachhaltige Zukunft ein. Denn eine intakte Umwelt bildet die Grundlage für eine gesunde Gesellschaft. Als Körperschaft des öffentlichen Rechts übernehmen wir Verantwortung und setzen die uns anvertrauten Mittel wirtschaftlich, verantwortungsvoll und nachhaltig ein, um den größtmöglichen Nutzen für unsere Versicherten zu schaffen.
Unser Handeln orientiert sich an der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie sowie an den 17 Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen. Im Mittelpunkt steht dabei insbesondere das SDG 3 „Gesundheit und Wohlergehen“, das unmittelbar mit unserem gesetzlichen Auftrag als Krankenkasse verknüpft ist: die Gesundheit unserer Versicherten zu erhalten, wiederherzustellen oder zu verbessern. Ergänzend beziehen wir die Leistungsindikatoren der Global Reporting Initiative (GRI) in unsere Nachhaltigkeitsberichterstattung ein.
Für das vorliegende Berichtsjahr haben wir erstmals zwei Versionen unseres Nachhaltigkeitsberichts erstellt: eine Fassung beim Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) sowie diese Version auf unserer Website. Beide enthalten identische Inhalte. Die Website-Version wurde barrierefrei gestaltet und sprachlich an die digitale Nutzung angepasst.
Der DNK unterstützt Unternehmen dabei, ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten transparent und verständlich darzustellen. Anhand von 20 Kriterien werden unter anderem ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte betrachtet. So wird sichtbar, wie verantwortungsvoll und zukunftsorientiert ein Unternehmen handelt.
Hinweis: Informationen zu den GRI-Indikatoren sowie zu unseren Stakeholdern stellen wir auf Anfrage gerne zur Verfügung. Kontakt: nachhaltigkeit@bergische-krankenkasse.de
„Nachhaltig denken, entschlossen handeln, BERGISCH leben.“
Als gesetzliche Krankenkasse ist unser Handlungsspielraum durch gesetzliche Vorgaben, insbesondere das Sozialgesetzbuch (SGB), klar definiert. Gleichzeitig ermöglicht uns der Wettbewerb, eigene Schwerpunkte zu setzen – beispielsweise durch die Gestaltung des Zusatzbeitrags oder durch Leistungen und Angebote, die über den gesetzlichen Leistungskatalog hinausgehen. Unsere finanzielle Stabilität wird dabei von verschiedenen externen Faktoren beeinflusst, darunter der demografische Wandel, der medizinische Fortschritt, klimabedingte Risiken sowie politische und gesetzliche Rahmenbedingungen.
Im Jahr 2024 haben wir eine Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt. Mit diesem Verfahren ermitteln Unternehmen, welche Nachhaltigkeitsthemen sowohl aus Unternehmenssicht als auch aus der Perspektive ihrer Stakeholder von besonderer Bedeutung sind. Die Analyse dient dazu, wesentliche ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte zu identifizieren und daraus Prioritäten für die Berichterstattung sowie die strategische Ausrichtung abzuleiten.
Auf Grundlage der Sustainable Development Goals (SDGs) und der European Sustainability Reporting Standards (ESRS) haben wir 13 Kernthemen identifiziert, die für unsere Nachhaltigkeitsstrategie und Berichterstattung von zentraler Bedeutung sind.
Verantwortungsbewusster Umgang mit Digitalisierung und Datenschutz
Gesundheitsförderung intern und extern
Diversity und Chancengleichheit
Auf Belegschaft zugeschnittene Arbeitskultur
Soziales und gemeinnütziges Engagement
Finanzielle Solidität und Mitgliederwachstum
Verantwortungsbewusste Unternehmensführung
Antikorruption, Transparenz und Compliance
Ressourcenschonendes Arbeiten
Sensibilisierung für den unmittelbaren Zusammenhang zwischen planetarer und menschlicher Gesundheit
Soziale und ökologische Kriterien in der Beschaffung
Energie aus nachhaltigen Quellen und klimaneutrales Arbeiten
Digitalisierung
Die Grafik zeigt die Ergebnisse der Wesentlichkeitsanalyse aus dem Jahr 2024 und macht deutlich, welche Themen für unsere Stakeholder und die BERGISCHE besonders relevant sind.
Die waagerechte Achse zeigt die Relevanz für unsere Stakeholder, die senkrechte die Bedeutung für die BERGISCHE. Je weiter oben rechts ein Thema liegt, desto relevanter ist es für beide Seiten. Die Größe der Kreise zeigt, wie häufig ein Thema genannt wurde.
Besonders relevant sind:
Damit stehen insbesondere Gesundheit, Digitalisierung und verantwortungsvolle Unternehmensführung im Mittelpunkt. Die Ergebnisse bilden wichtige strategische Handlungsfelder und fließen in die Weiterentwicklung unserer Nachhaltigkeitsstrategie und unsere Nachhaltigkeitsberichterstattung ein.
Der Klimawandel, gesellschaftliche Entwicklungen und regulatorische Anforderungen stellen uns vor aktuelle und zukünftige Herausforderungen. Insbesondere die Folgen des Klimawandels belasten das Gesundheitssystem zunehmend und können gesundheitliche Beeinträchtigungen wie Allergien, Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen verstärken. Auch neue Krankheitserreger können den Bedarf an medizinischer Versorgung erhöhen.
Die sich wandelnde Arbeitswelt stellt neue Anforderungen an Kompetenzen und Flexibilität. Werden die Bedürfnisse unserer Mitarbeitenden nicht ausreichend berücksichtigt, kann dies ihre Zufriedenheit und Bindung beeinträchtigen und zum Verlust wertvoller Fachkräfte führen. Weitere Risiken bestehen durch Datenschutzverletzungen, Compliance-Verstöße und Korruption sowie einen zu langsamen digitalen Wandel, der unsere Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen kann.
Gleichzeitig eröffnen diese Entwicklungen Chancen: Mit Prävention, Gesundheitsförderung und Information können wir unsere Versicherten unterstützen, ihre Gesundheit zu erhalten. Die Digitalisierung bietet Möglichkeiten, Prozesse effizienter zu gestalten, Ressourcen zu schonen und unseren Service weiterzuentwickeln. Auch als Arbeitgeber können wir die BERGISCHE durch eine wertschätzende Kultur und flexible Arbeitsmodelle weiter stärken.
Die Ergebnisse unserer Wesentlichkeitsanalyse aus dem Jahr 2024 bilden gemeinsam mit den identifizierten Chancen und Handlungsfeldern die Grundlage für unsere Nachhaltigkeitsziele. Dabei orientieren wir uns an den Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen und leisten als Krankenkasse einen Beitrag zu einer gesunden, gerechten und zukunftsfähigen Gesellschaft.
Ein gesundes Leben für alle – das steht im Mittelpunkt unseres Handelns. Wir fördern die Gesundheit unserer Versicherten durch eine hochwertige medizinische Versorgung sowie gezielte Präventionsmaßnahmen, die das Bewusstsein für Eigenverantwortung und Vorsorge stärken.
Gesundheit braucht Bildung. Informierte Menschen treffen bessere Entscheidungen. Deshalb unterstützen wir Programme, die Wissen zu den Themen Lebensstil, Ernährung und Bewegung vermitteln.
Wir fördern Chancengleichheit – sowohl in der medizinischen Versorgung durch geschlechtsspezifische Angebote als auch intern durch eine faire Personalpolitik. Frauen in Führungspositionen und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie stehen dabei besonders im Fokus. Außerdem stärkt eine Gleichstellungsbeauftragte unsere Arbeit in diesem Bereich.
Seit 2023 nutzen wir an allen Standorten ausschließlich Ökostrom. Damit leisten wir unseren Beitrag zu einer nachhaltigen Energieversorgung und dienen anderen als Vorbild.
Wir bieten ein wertschätzendes Arbeitsumfeld mit Fokus auf Weiterentwicklung, Gesundheit und Work-Life-Balance. Auch bei unseren Partnern und Dienstleistern achten wir auf faire Arbeitsbedingungen.
Klimaschutz ist fest in unserem Alltag verankert. Wir setzen auf Digitalisierung, reduzieren unseren Papierverbrauch und verbessern unser Datenmanagement. Seit 2024 erfassen wir regelmäßig unsere Emissionen, um gezielt Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
Nachhaltigkeit gelingt nur gemeinsam. Deshalb kooperieren wir mit Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft. Ziel ist es, gemeinsam Lösungen zu entwickeln und Wissen zu teilen.
Um diese Ziele zu erreichen und unseren gesetzlichen Auftrag zu erfüllen, benötigen wir verschiedene Ressourcen. Als gesetzliche Krankenkasse erbringen wir zwar keine klassischen Produktionsleistungen und benötigen daher keine großen Mengen an Rohstoffen oder Vorprodukten. Dennoch sind ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen und effiziente Prozesse entscheidend für eine nachhaltige Gesundheitsversorgung.
Unsere Mitarbeitenden sind das Herzstück unserer täglichen Arbeit. Ihr Wissen, ihr Engagement und ihre Empathie sichern die Qualität unserer Leistungen und stärken die Beziehung zu unseren Versicherten.
IT-Systeme, mobiles Arbeiten, E-Hybrid-Fahrzeuge und ein bewusster Einsatz von Büromaterialien ermöglichen effiziente Abläufe und helfen dabei, Ressourcen zu schonen.
Ein verantwortungsvoller Umgang mit finanziellen Mitteln sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung von Prozessen und digitalen Angeboten sichern Stabilität und Qualität.
Der Vorstand der BERGISCHEN trägt die Gesamtverantwortung für das Thema Nachhaltigkeit. Unterstützt wird er durch das Nachhaltigkeitsmanagement und eine bereichsübergreifende Projektgruppe. In ihr arbeiten verschiedene Fachbereiche zusammen und bringen ihre Perspektiven und Erfahrungen ein. Gemeinsam begleiten sie die Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsziele und geben wichtige Impulse für deren Weiterentwicklung.
Um unsere Nachhaltigkeitsstrategie wirksam zu steuern, erfassen und überprüfen wir regelmäßig relevante Kennzahlen und Entwicklungen. Dazu gehören unter anderem unsere Treibhausgasemissionen, deren Erfassung und Auswertung wir seit 2024 kontinuierlich ausbauen. Auch die Zufriedenheit unserer Versicherten und Mitarbeitenden sowie die Rückmeldungen unserer Kooperationspartner fließen in unser Monitoring ein. Sie zeigen uns, wo wir unsere Leistungen, unser Arbeitsumfeld und unsere Zusammenarbeit weiter verbessern können.
Gesetzliche Vorgaben, unsere Satzung sowie interne Regelungen und Prozesse bilden den Rahmen für verantwortungsvolles Handeln. Ein sicheres Arbeitsumfeld, der Schutz persönlicher Daten, die Einhaltung geltender Regeln und ein respektvoller Umgang miteinander sind dabei selbstverständlich. Unsere Mitarbeitenden erhalten Unterstützung durch Informationen, Arbeitshilfen und feste Ansprechpersonen. Die entsprechenden Regelungen und Informationen stehen im Intranet zur Verfügung. Prozesse und Abläufe werden regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst.
Auch bei Dienstreisen und Veranstaltungen achten wir auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Digitale Meetings haben grundsätzlich Vorrang. Ist eine persönliche Teilnahme erforderlich, nutzen wir möglichst öffentliche Verkehrsmittel. Bei Veranstaltungen achten wir zudem auf möglichst umweltfreundliche Veranstaltungsorte.
Fairness, Verantwortung und Verlässlichkeit prägen unser Handeln und sind fest in unserem Leitbild verankert. Wir möchten, dass sich unsere Mitarbeiter fair behandelt, wertgeschätzt und langfristig unterstützt fühlen.
Die Vergütung erfolgt auf Grundlage des geltenden Tarifvertrags. Dabei achten wir auf eine faire und diskriminierungsfreie Bezahlung – unabhängig von Geschlecht oder Funktion. Zusätzlich unterstützen wir die betriebliche Altersvorsorge. Ab dem siebten Monat erhalten unsere Mitarbeiter hierfür einen Zuschuss in Höhe von 4,6 % des Grundgehalts.
Unsere Vergütung orientiert sich an klar definierten Leistungs- und Unternehmenszielen. Sie ist derzeit jedoch nicht unmittelbar an Nachhaltigkeitskennzahlen gekoppelt. Variable Gehaltsbestandteile basieren auf bestehenden Dienstvereinbarungen. Individuelle und teambezogene Ziele werden jährlich festgelegt und aus den übergeordneten Unternehmenszielen abgeleitet. Damit schaffen wir transparente und verlässliche Rahmenbedingungen und fördern die gemeinsame Erreichung unserer Unternehmensziele. Die Vergütung des Vorstands wird transparent im Bundesanzeiger veröffentlicht.
Nachhaltigkeit gelingt nur im Dialog. Deshalb ist uns der regelmäßige Austausch mit den Menschen und Organisationen wichtig, die mit der BERGISCHEN verbunden sind. Im Rahmen unserer Wesentlichkeitsanalyse 2024 haben wir ermittelt, welche Themen für unsere Anspruchsgruppen und für uns besonders relevant sind.
Zu unseren Anspruchsgruppen gehören unter anderem:
Der regelmäßige Austausch hilft uns, Bedürfnisse und Erwartungen besser zu verstehen, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.
Innerhalb der BERGISCHEN findet dieser Dialog beispielsweise über Befragungen sowie über den Personalrat, die Gleichstellungsbeauftragte und die Schwerbehindertenvertretung statt.
Wir setzen kontinuierlich auf digitale, einfache und ressourcenschonende Lösungen. Dabei helfen unsere App und weitere digitale Services, Papier und andere Ressourcen einzusparen. Auch im Arbeitsalltag setzen wir zunehmend auf digitale und hybride Arbeitsweisen, um Prozesse effizienter und einfacher zu gestalten.
Bei der Entwicklung unserer Angebote steht der Nutzen für unsere Versicherten im Mittelpunkt. Gleichzeitig gehen wir verantwortungsvoll mit den verfügbaren Ressourcen um. Mit unseren Kooperationspartnern engagieren wir uns in Förderprojekten und unterstützen die Entwicklung neuer Ansätze für ein zukunftsfähiges Gesundheitssystem. Auch bei Ausschreibungen und Vergaben berücksichtigen wir im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten Nachhaltigkeitsaspekte.
Denn Innovation bedeutet für uns nicht nur Fortschritt, sondern auch Verantwortung – für die Menschen, die Umwelt und die Gesundheitsversorgung von morgen.
Als gesetzliche Krankenkasse sind wir kein produzierendes Unternehmen und verbrauchen im Vergleich zu produzierenden Unternehmen wenige Ressourcen. Dennoch ist uns ein verantwortungsvoller Umgang mit den Ressourcen, die wir benötigen, wichtig. Dazu gehören vor allem Büroflächen, IT-Systeme, Möbel sowie Büromaterialien wie Papier und Toner. Bei der Beschaffung achten wir auf einen sparsamen Einsatz, sowie recycelte Materialien und weitere Nachhaltigkeitsaspekte.
Digitale Prozesse, mobiles Arbeiten und virtuelle Meetings helfen dabei, Wege zu reduzieren und Ressourcen zu schonen. Gleichzeitig leisten wir mit unseren Präventions- und Versorgungsangeboten einen Beitrag zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Gesundheitsleistungen. Denn wir sind überzeugt, dass Prävention und Gesundheitsförderung dazu beitragen, Krankheiten vorzubeugen und die Ressourcen des Gesundheitssystems langfristig verantwortungsvoll und nachhaltig einzusetzen.
Dokumente
wurden 2025 mit der BERGISCHEN App verschickt
Ein bewusster und verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen ist für uns ein wichtiger Bestandteil nachhaltigen Handelns. Deshalb erfassen wir seit 2024 systematisch unseren CO₂-Fußabdruck. So können wir unsere Umweltwirkungen besser verstehen und gezielt Maßnahmen entwickeln, um diese weiter zu reduzieren.
Seit 2023 beziehen wir an allen Standorten ausschließlich Ökostrom. Gleichzeitig achten wir auf einen sparsamen Energieverbrauch und sensibilisieren unsere Mitarbeiter für einen bewussten Umgang mit Energie.
Auch die Optimierung unserer Standorte trägt dazu bei, Ressourcen einzusparen. Im Zuge eines Umzugs haben wir unser Kundenzentrum in Wuppertal deutlich verkleinert: Die genutzte Fläche wurde von 616 m² auf rund 80 m² reduziert. Dadurch konnten wir unseren Energie- und insbesondere unseren Heizenergiebedarf deutlich senken.
Bei der Auswahl unserer Fahrzeuge achten wir auf einen möglichst effizienten und ressourcenschonenden Fuhrpark und berücksichtigen dabei die gesetzlichen Vorgaben zur Wirtschaftlichkeit. Mit der Aufnahme unseres ersten Elektrofahrzeugs im Sommer 2025 haben wir einen weiteren Schritt hin zu nachhaltiger Mobilität gemacht.
Auch bei Dienstreisen setzen wir zunehmend auf digitale Lösungen: Viele persönliche Termine können inzwischen durch virtuelle Meetings ersetzt werden. Wenn eine Reise erforderlich ist, fördern wir Fahrgemeinschaften und die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel. So gestalten wir die Mobilität in unserem Arbeitsalltag möglichst ressourcenschonend und leisten einen Beitrag zur Reduzierung von Emissionen und zum Klimaschutz.
Um unsere Auswirkungen auf das Klima besser zu verstehen und gezielt reduzieren zu können, erfassen wir regelmäßig unsere Treibhausgasemissionen. Seit 2023 führen wir diese Bilanzierung durch. In diesem Bericht vergleichen wir die Emissionen des Jahres 2025 mit den Werten aus 2024.
Die Bilanzierung erfolgt nach dem international anerkannten Greenhouse Gas Protocol. Für die Berechnung nutzen wir Emissionsfaktoren des Bilanzierungstools „ecocockpit“ der Effizienz-Agentur NRW sowie des CO₂-Rechners des Bayerischen Landesamts für Umwelt. Dabei berücksichtigen wir sowohl marktbezogene (Market-Based) als auch standortbezogene (Location-Based) Werte. Die standortbezogene Betrachtung dient der zusätzlichen Transparenz, fließt jedoch nicht in die Bewertung der Gesamtbilanz ein.
Unsere gesamten CO₂-Emissionen sind 2025 gegenüber dem Vorjahr um 8,24 % gestiegen – von 92.055,88 kg auf rund 99.639,88 kg CO₂-Äquivalente. Der Anstieg ist insbesondere auf höhere Emissionen in Scope 1, also direkte Emissionen, zurückzuführen.
Die Scope-1-Emissionen stiegen um 10,97 %. Dabei nahm der Ausstoß aus der stationären Verbrennung – insbesondere durch den Gasverbrauch unserer Hauptverwaltung in Solingen und des Kundenzentrums in Köln – um 6,2 % zu. Ein wesentlicher Grund dafür ist die intensivere Nutzung unserer Gebäude.
Auch die Emissionen aus unserem Fuhrpark erhöhten sich um 19,63 %. Wärmeversorgung und Fuhrpark bleiben damit unsere beiden größten Emissionsquellen und verursachen zusammen rund 89 % der Gesamtemissionen. Zu den Gründen für den Anstieg zählen unter anderem die gestiegene Zahl unserer Beschäftigten und die zunehmende Rückkehr aus dem Homeoffice. Dadurch sind sowohl der Heiz- als auch der Mobilitätsbedarf gestiegen.
Positiv entwickelt haben sich die Scope-2-Emissionen, also die indirekten Emissionen aus unserem Stromverbrauch. Sie machen 5,74 % unserer Gesamtemissionen aus.
Durch den Einsatz von zertifiziertem Ökostrom und einen bewussteren Umgang mit Energie konnten wir die Scope-2-Emissionen auch 2025 reduzieren. Nach dem Market-Based-Ansatz gingen sie um 2,79 % zurück.
Die standortbezogenen Werte nach dem Location-Based-Ansatz liegen aufgrund des zugrunde gelegten durchschnittlichen Strommixes höher. Sie dienen der zusätzlichen Transparenz, werden jedoch nicht für die Bewertung unserer Gesamtbilanz herangezogen.
Unsere Scope-3-Emissionen umfassen derzeit die Bereiche Druckpapier, Wasserverbrauch und Abfall. Sie machen rund 5,85 % der Gesamtemissionen aus.
Besonders positiv hat sich der Papierverbrauch entwickelt. Die damit verbundenen Emissionen konnten um 12,83 % reduziert werden – von 5.366,3 kg auf 4.677,97 kg CO₂-Äquivalente.
Der Wasserverbrauch unserer Hauptverwaltung in Solingen stieg dagegen leicht um 4,35 %. Gleichzeitig konnten die Emissionen aus unserem Abfallaufkommen gegenüber dem Vorjahr um 26,8 % gesenkt werden.
Die Ergebnisse zeigen, dass sich insbesondere der Einsatz von Ökostrom und die Reduzierung des Papierverbrauchs positiv auf unsere Emissionsbilanz auswirken. Gleichzeitig wird deutlich, dass Wärmeversorgung und Mobilität weiterhin die größten Ansatzpunkte für zukünftige Reduktionsmaßnahmen sind. Hier wollen wir ansetzen und unsere Emissionen Schritt für Schritt weiter reduzieren.
Klimarelevante Emissionen 2024
Klimarelevante Emissionen 2025
2024: Scope 1-3
2025: Scope 1-3
Der Mensch steht bei uns im Mittelpunkt – sowohl unsere Versicherten als auch unsere Mitarbeiter. Deshalb legen wir großen Wert auf ein respektvolles, sicheres und wertschätzendes Miteinander. Verschiedene Ansprechpersonen und Unterstützungsangebote tragen dazu bei, ein faires und verlässliches Arbeitsumfeld zu schaffen. Dazu gehören unter anderem der Personalrat, die Schwerbehindertenvertretung, die Gleichstellungsbeauftragte und die Fachkräfte für Arbeitssicherheit.
Unsere Arbeitswelt berücksichtigt die unterschiedlichen Lebenssituationen unserer Belegschaft. Flexible Arbeitsmodelle und mobiles Arbeiten helfen dabei, Beruf und Privatleben miteinander zu vereinbaren. Ergänzend stehen beispielsweise ein Eltern-Kind-Büro, ein Ruheraum und hundefreundliche Büros zur Verfügung. Auch für den Übergang in den Ruhestand bieten wir individuelle Lösungen an.
Ein besonderes Angebot der BERGISCHEN ist der Soziale Dienst. Er unterstützt Versicherte und Mitarbeitende in belastenden Lebenssituationen, z. B. bei Pflege, Krankheit oder familiären und seelischen Herausforderungen. Mit persönlicher Beratung, langfristiger Begleitung und praktischen Lösungen steht der Soziale Dienst den Menschen verlässlich zur Seite. Denn Gesundheit bedeutet für uns mehr als medizinische Versorgung. Sie umfasst auch soziale Unterstützung, ein respektvolles Miteinander und die Gewissheit, in schwierigen Lebenssituationen nicht allein zu sein.
Vielfalt und Gleichbehandlung sind feste Bestandteile unserer Unternehmenskultur. Positionen werden ausschließlich nach Qualifikation vergeben – unabhängig von Alter, Herkunft, Geschlecht, sexueller Orientierung oder Religion. Mehr als die Hälfte unserer Führungspositionen sind mit Frauen besetzt. Dafür wurden wir 2023 vom FAZ-Institut mit dem 1. Platz im Bereich Vielfalt und Diversity ausgezeichnet.
Unsere Diversity-Strategie umfasst sieben Dimensionen (z. B. Alter, Herkunft, soziale Lage) und wird durch Schulungen, feste Ansprechpersonen sowie klare Prozesse unterstützt. Unsere Mitarbeiter gestalten ein inklusives Arbeitsumfeld aktiv mit.
Zur Sicherung unserer Zukunftsfähigkeit setzen wir auf gezielte Personalentwicklung. Weiterbildungen, flexible Lernformate und individuelle Entwicklungsangebote fördern lebenslanges Lernen. Darüber hinaus bilden wir Nachwuchskräfte aus und integrieren Werkstudierende frühzeitig in unsere Strukturen.
Ein umfassendes betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) unterstützt die physische und psychische Gesundheit der Belegschaft mit Angeboten zu den Themen Ernährung, Bewegung und Prävention. Monatliche Themenschwerpunkte setzen Impulse für einen gesunden Lebensstil. Ergänzend dazu unterstützt unser Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) eine nachhaltige Rückkehr nach längerer Erkrankung.
All diese Maßnahmen fördern die Zufriedenheit und die langfristige Bindung der Mitarbeitenden und stärken unsere Position als attraktiver Arbeitgeber – auch im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte.
Für uns endet Verantwortung nicht bei der Gesundheitsversorgung – sie beginnt im respektvollen Umgang miteinander. Als Körperschaft des öffentlichen Rechts stehen wir für Fairness, rechtssicheres Handeln und gesellschaftliche Verantwortung. Dabei orientieren wir uns an ethischen Grundsätzen, die Gleichberechtigung, Integrität und die Achtung der Menschenrechte in den Mittelpunkt stellen.
Diese Grundsätze sind in unserem Verhaltenskodex verankert und gelten sowohl für unsere Mitarbeitenden als auch für unsere Geschäfts- und Kooperationspartner. So schaffen wir die Grundlage dafür, dass unsere Werte entlang der gesamten Wertschöpfungskette gelebt und eingehalten werden.
Ein umfassendes Compliance-System und ein interner Beschwerdemechanismus ermöglichen es, mögliche Verstöße frühzeitig und vertraulich zu melden. Damit fördern wir Transparenz und Vertrauen und schaffen eine Kultur, in der Diskriminierung und Missstände keinen Platz haben.
Unser Engagement für die Menschenrechte ist ein fester Bestandteil unseres Nachhaltigkeitsverständnisses. Unser Ziel ist es, mit unserem Handeln eine positive gesellschaftliche und gesundheitliche Wirkung zu erzielen.
Gesundheit entsteht nicht nur in der medizinischen Versorgung, sondern auch im Alltag. Deshalb unterstützen wir Projekte, Programme und Partnerschaften, die Bewegung, soziale Teilhabe und Gesundheitskompetenz fördern – insbesondere bei Kindern und Jugendlichen.
Im Jahr 2025 haben wir gemeinsam mit Max Camp e. V. verschiedene Bewegungsinitiativen unterstützt. Dazu gehörten das Projekt „Ballsport und Bewegung“ an Solinger Grundschulen sowie Bewegungsangebote in sieben Kitas. Bereits zum zweiten Mal fand 2025 auch der Inklusionslauf vom Max Camp e. V. im Walder Stadion in Solingen statt. Das kostenlose Sport-Event brachte Kinder, Jugendliche und Erwachsene unabhängig von ihren körperlichen oder geistigen Voraussetzungen zusammen. Neben verschiedenen Laufdistanzen bot die Veranstaltung ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Spiel und Spaß, Kinderschminken sowie Essen und Trinken.
Darüber hinaus ermöglichten wir Feriencamps, die Kindern sichere Räume für persönliche Entwicklung, soziales Lernen und neue Erfahrungen bieten. Damit leisten wir einen Beitrag dazu, Gesundheit, Gemeinschaft und Chancengleichheit bereits früh im Leben zu stärken.
Im Rahmen unseres Projekts „Sozial geht’s“ engagierten wir uns 2025 für ein sauberes und lebenswertes Umfeld. Gemeinsam mit engagierten Mitarbeitenden führten wir eine Müllsammelaktion in Solingen-Wald durch. Ausgestattet mit Handschuhen, Greifzangen und Müllsäcken machten wir uns auf den Weg, um Grünflächen, Wege und das unmittelbare Umfeld von achtlos weggeworfenem Abfall zu befreien. Dabei wurde nicht nur sichtbar, wie viel Müll sich im öffentlichen Raum ansammelt, sondern auch, wie viel sich gemeinsam bewegen lässt, wenn Menschen Verantwortung für ihr Quartier übernehmen.
Mit solchen Aktionen möchten wir im Rahmen von „Sozial geht’s“ ganz bewusst etwas zurückgeben – an die Menschen vor Ort und an unsere Umwelt. Gleichzeitig schaffen die gemeinsamen Einsätze Gelegenheit für Austausch, Begegnung und ein stärkeres Bewusstsein für die eigene Umgebung. Die positive Resonanz hat uns darin bestärkt, dieses Engagement fortzuführen. Weitere Müllsammelaktionen und gemeinsame Projekte sind daher bereits für die kommenden Jahre geplant.
Als BERGISCHE verstehen wir politische Interessenvertretung als demokratische Verantwortung. Gleichzeitig sind wir als öffentlich-rechtliche Körperschaft strikt politisch neutral: Wir geben keine Parteispenden, äußern uns nicht parteipolitisch und halten uns an die gesetzlichen Vorgaben zur Transparenz und Integrität.
Um unsere Positionen wirksam einzubringen, engagieren wir uns über Mitgliedschaften, insbesondere im BKK-Dachverband. Dieser vertritt unsere Interessen und die von vergleichbaren Organisationen gegenüber politischen Entscheidungsträgern, Verbänden und der Öffentlichkeit – im Sinne eines funktionierenden und zukunftsfähigen Gesundheitssystems. Durch diese indirekte Form der Interessenvertretung können wir zur Weiterentwicklung der gesetzlichen Rahmenbedingungen beitragen, ohne unsere Neutralität zu kompromittieren. Denn wir sind überzeugt: Eine konstruktive Beteiligung am politischen Diskurs ist entscheidend, um die Qualität, Zugänglichkeit und Finanzierbarkeit der Gesundheitsversorgung nachhaltig zu sichern.
Bei der BERGISCHEN legen wir großen Wert auf die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben und interner Richtlinien. Unser Anspruch ist es, unseren Versicherten qualitativ hochwertige Leistungen zu bieten und dabei verantwortungsvoll und rechtssicher zu handeln.
Dafür haben wir spezialisierte Funktionen für Risiko- und Compliance-Management, IT-Sicherheit, Datenschutz, Innenrevision und Rechtsangelegenheiten eingerichtet. Sie unterstützen die Organisation dabei, Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und angemessen zu steuern sowie gesetzliche und interne Anforderungen in unseren Prozessen zu berücksichtigen.
Ein zentrales Instrument ist unser Compliance-Management-System. Es definiert klare Verantwortlichkeiten und Kontrollmechanismen und wird durch regelmäßige Schulungen und Sensibilisierungsmaßnahmen ergänzt. So stärken wir das Bewusstsein unserer Mitarbeitenden für Compliance und fördern eine Unternehmenskultur, in der verantwortungsvolles und regelkonformes Handeln selbstverständlich ist.
Die zuständigen Beauftragten stehen Mitarbeitenden und Versicherten als Ansprechpartner zur Verfügung und tragen dazu bei, insbesondere Datenschutz- und Informationssicherheitsanforderungen konsequent umzusetzen. Mit diesen Strukturen schaffen wir eine verlässliche Grundlage für verantwortungsvolles Handeln und stärken das Vertrauen in die BERGISCHE als verantwortungsbewussten Akteur im Gesundheitswesen.
Mit diesem Bericht geben wir erneut einen transparenten Einblick in unsere Nachhaltigkeitsaktivitäten und zeigen, wie wir ökologische, soziale und wirtschaftliche Verantwortung in unserem Unternehmen verankern und weiterentwickeln.
Nachhaltigkeit verstehen wir als fortlaufenden Prozess. Die Ergebnisse unserer Wesentlichkeitsanalyse, das Feedback unserer Stakeholder und unsere Kennzahlen zeigen, wo wir stehen, welche Fortschritte wir gemacht haben und wo weiteres Potenzial besteht.
Gerade im sich wandelnden Gesundheitswesen ist es wichtig, vorausschauend zu handeln und nachhaltige Lösungen zu entwickeln, die zu unserem Unternehmen und unseren Aufgaben passen. Unser jährlicher Nachhaltigkeitsbericht macht diese Entwicklung sichtbar und zeigt, welche Themen uns auf unserem weiteren Weg beschäftigen werden.
Ein besonderer Dank gilt allen Mitarbeitenden, die sich engagieren, Verantwortung übernehmen, ressourcenschonend handeln und Verbesserungen anstoßen. Denn nachhaltige Entwicklung gelingt nur gemeinsam – innerhalb der BERGISCHEN ebenso wie in der Gesellschaft.