Meal Prep

So schnell kann das Essen fertig sein

zur Blogübersicht

Beitrag teilen

Stell dir vor, du kommst gerade vom Sport, total verschwitzt und dein Bauch knurrt. „Ich habe Hunger“, ruft dein Magen plötzlich. Nach all der Anstrengung hast du keinen Elan mehr zu kochen, also gehst du entschlossen zum Kühlschrank. Du erinnerst dich: „Ich habe doch gestern das Essen vorbereitet.“ Ein Griff in den Kühlschrank reicht und das Essen ist fertig.
Von Tessa Stolzenberg

Na, kommt dir die Situation bekannt vor? Meal Prep ist zu einem echten Essens-Trend  geworden. Aber was ist das genau?

Was ist Meal Prep eigentlich?

Was ist Meal Prep eigentlich?

Meal Prep kommt aus dem Englischen und bedeutet Meal preparation – also auf Deutsch Essensvorbereitung. Was ist das aber konkret?

Ganz einfach: In der Praxis heißt das, dass man Essen für mehrere Tage oder Wochen vorbereitet. Meal Prep muss aber nicht sofort heißen, dass man ein ganzes Gericht vorbereitet. Es fängt auch schon dabei an, einzelne Komponenten vorzubereiten, die nachher die Zubereitung erleichtern.

Warum macht man Meal Prep – Vorteile im Überblick

Meal Prep…

  • spart Zeit: Wenn du an einem Nachmittag oder Wochenende vorkochst, musst du unter der Woche nicht jeden Tag neu planen, einkaufen und kochen
  • spart Geld: Du kaufst gezielter ein, nutzt Zutaten optimal.
  • fördert gesunde Ernährung: Beim Selberkochen bestimmst du selbst Salz-, Fett- und Zuckeranteile. Wer häufiger zu Hause kocht, verzehrt nachweislich mehr Mikronährstoffe (zum Beispiel Vitamine C, A, Folat), weniger verarbeitete Lebensmittel und hat ein geringeres Risiko für Übergewicht.
  • erlaubt Kontrolle über Portionen: Du entscheidest, wie groß je Portion ist, wie viel Protein, Kohlenhydrate und Fett drin sind: ideal für Ernährung, Abnehmen oder Muskelaufbau-Pläne.

Welche Lebensmittel eignen sich für Meal Prep

Beim Meal Prep gilt das Motto: Je ausgewogener die Mahlzeit, desto besser.

Am besten baust du deine Mahlzeiten aus drei Bausteinen zusammen: viel Gemüse, eine gute Eiweißquelle wie Fleisch, Fisch, Tofu oder Hülsenfrüchte. Und dazu kann man eine sättigende Beilage, z. B. Reis, Quinoa, Kartoffeln oder Nudeln zu tun.

Die einzelnen Zutaten kannst du nach deinem Geschmack braten, dämpfen oder kochen. Danach bewahrst du sie getrennt voneinander in gut verschließbaren Behältern im Kühlschrank auf. Diese sollten am besten aus Glas oder lebensmittelechtem Kunststoff sein.

Für den kleinen Hunger zwischendurch bieten sich gesunde Snacks an, wie frisches Obst, selbst gemachte Müsliriegel oder Energy Balls. So stillst du auch den Hunger zwischen den Hauptmahlzeiten.

Und keine Sorge: Meal Prep heißt nicht, dass du tagelang das Gleiche essen musst. Im Gegenteil, denn du kannst die vorgekochten Zutaten immer wieder neu kombinieren. Beispiel dafür ist: Gekochte Linsen kannst du am ersten Tag als Beilage essen, am zweiten Tag zu einer Suppe verarbeiten und an dem dritten Tag zu leckeren Bratlingen formen. So bleibt es abwechslungsreich und lecker!

Welche Nährwerte solltest du beobachten?

Achte darauf, dass jede Mahlzeit eine ausgewogene Kombination enthält:

  • Protein: ca. 1,6–2,4 g pro kg Körpergewicht, besonders wichtig beim Muskelaufbau, zum Beispiel Hähnchen, Fisch, Joghurt, Bohnen
  • Komplexe Kohlenhydrate: Vollkornreis, Quinoa, Hafer für stabilen Blutzucker
  • Gesunde Fette: Avocado, Nüsse, Olivenöl
  • Ballaststoffe & Mikronährstoffe: Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte sorgen für Vitamine, Mineralstoffe & Sättigung

Wie lange kann man Meal Prep Gerichte im Kühlschrank aufbewahren?

Die Haltbarkeit von vorbereiteten Mahlzeiten hängt davon ab, welche Zutaten du verwendest und wie du sie lagerst. Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) solltest du gekochte Speisen im Kühlschrank nicht länger als zwei bis drei Tage aufbewahren. Danach empfiehlt es sich, sie einzufrieren. Gerichte mit rohen Zutaten wie frischem Obst oder Blattsalat solltest du sogar möglichst noch am selben Tag essen, spätestens aber nach einem Tag verbrauchen.

Wichtig ist auch die richtige Kühlschranktemperatur: Ideal sind maximal 5 °C, auf keinen Fall mehr als 7 °C. Die kältesten Zonen befinden sich meist hinten und unten. Dort kannst du deine Mahlzeiten am besten vorbereiten.

Auch in Meal-Prep-Communities hört man häufig: Drei bis vier Tage sind ein gutes Maß. Danach steigt das Risiko, dass etwas verdirbt. Einige berichten zwar, dass proteinreiche Gerichte wie Linseneintopf oder Hähnchen auch bis zu sieben Tage durchhalten. Doch trotzdem sollte man vorsichtig beim Verzehren sein. Der Geruch, die Farbe oder die Konsistenz können Hinweise darauf geben, ob etwas noch genießbar ist.

Als Faustregel gilt: Alles, was du nicht innerhalb von vier Tagen isst, solltest du besser direkt einfrieren. Im Tiefkühler sind viele Gerichte problemlos vier bis sechs Monate haltbar. So bleibt dein Essen sicher und lecker.

Meal Prep Klassiker - für die Vorbereitung

Der absolute Meal Prep Klassiker ist Hähnchen mit Reis und Brokkoli. Aber wieso?

Das Gericht ist beliebt, weil es

  • … einfach zuzubereiten ist: Du brauchst nur drei Hauptzutaten: Hähnchenbrust, Reis und Brokkoli
  • … schnell gemacht ist: In etwa 20 Minuten hast du gleich mehrere Portionen fertig.
  • … nährstoffreich ist: Es liefert dir hochwertiges Protein, komplexe Kohlenhydrate und viele Vitamine
  • … kombinierbar ist: Du kannst Saucen, Gewürze oder Beläge  hinzufügen. So wird es nie langweilig beim Essen.
  • … gut lagerbar ist: Im Kühlschrank hält sich das Gericht 3 bis 4 Tage. Ideal für das Vorkochen
  • … kochbar in großen Mengen ist: Perfekt für 3 bis 5 Mahlzeiten auf einmal

Zubereitung:

  1. Reis kochen – nach Packungsanleitung (am besten Natur- oder Vollkornreis für mehr Ballaststoffe).
  2. Hähnchen würzen – mit Öl und Gewürzen einreiben.
  3. Hähnchen braten oder backen – z. B. bei 180 °C ca. 25 Minuten im Ofen oder in der Pfanne durchbraten.
  4. Brokkoli garen – kurz dämpfen oder in leicht gesalzenem Wasser 5–7 Minuten kochen, so dass er noch bissfest ist.
  5. Portionieren – alles getrennt oder kombiniert in Meal-Prep-Boxen verteilen.

Das bietet dir die BERGISCHE

Um sich etwas mehr mit gesunder Ernährung zu befassen, bietet dir die BERGISCHE KRANKENKASSE als Mitglied kostenfreie und zertifizierte Ernährungskurse. Themen sind nicht nur gesunde Ernährung, sondern auch Darmgesundheit und vegane Ernährung. Bis zu zwei Kurse pro Jahr werden mit insgesamt 560 € bezuschusst.


Quellen

Bundesinstitut für Risikobewertung. (2022, März 10). Fragen und Antworten zum Vorkochen für mehrere Tage. www.bfr.bund.de/de/fragen_und_antworten_zum_vorkochen_fuer_mehrere_tage-200539.html

Ducrot, P., Méjean, C., Aroumougame, V., Lampuré, A., Adriouch, S., Kesse-Guyot, E., & Péneau, S. (2017). Meal planning is associated with food variety, diet quality and body weight status in a large sample of French adults. The International Journal of Behavioral Nutrition and Physical Activity, 14(1), 12. doi.org/10.1186/s12966-017-0461-7

Forks Over Knives. (n.d.). Meal prepping: 6 reasons it’s worth the hype. www.forksoverknives.com/how-tos/meal-prepping-6-reasons-its-worth-the-hype/

Flavory Dishes. (2023). How long can you keep meal prep? flavorydishes.com/how-long-can-you-keep-meal-prep/

Organize For Living. (2022). How long do pre-prepped meals last in the fridge? organizeforliving.com/how-long-do-pre-prepped-meals-last/

Balanced Diet Hub. (2022). 5 benefits of batch cooking for meal prep. balanceddiethub.com/holistic-nutrition/meal-planning/5-benefits-of-batch-cooking-for-meal-prep/

GQ Magazine UK. (2021). Meal prep for muscle: What to eat and how to cook it.

Wloka, B. (2021, Juli 28). Meal Prep – was ist das eigentlich? LECKER.de. https://www.lecker.de/meal-prep-was-ist-das-eigentlich-77594.html

Peermeal. (2023). The science behind meal prep. peermeal.com/blog/science-behind-meal-prep

 

zur Blogübersicht

Beitrag teilen