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Stell dir vor, du kommst gerade vom Sport, total verschwitzt und dein Bauch knurrt. „Ich habe Hunger“, ruft dein Magen plötzlich. Nach all der Anstrengung hast du keinen Elan mehr zu kochen, also gehst du entschlossen zum Kühlschrank. Du erinnerst dich: „Ich habe doch gestern das Essen vorbereitet.“ Ein Griff in den Kühlschrank reicht und das Essen ist fertig.
Von Tessa Stolzenberg
Na, kommt dir die Situation bekannt vor? Meal Prep ist zu einem echten Essens-Trend geworden. Aber was ist das genau?
Was ist Meal Prep eigentlich?
Meal Prep kommt aus dem Englischen und bedeutet Meal preparation – also auf Deutsch Essensvorbereitung. Was ist das aber konkret?
Ganz einfach: In der Praxis heißt das, dass man Essen für mehrere Tage oder Wochen vorbereitet. Meal Prep muss aber nicht sofort heißen, dass man ein ganzes Gericht vorbereitet. Es fängt auch schon dabei an, einzelne Komponenten vorzubereiten, die nachher die Zubereitung erleichtern.
Meal Prep…
Beim Meal Prep gilt das Motto: Je ausgewogener die Mahlzeit, desto besser.
Am besten baust du deine Mahlzeiten aus drei Bausteinen zusammen: viel Gemüse, eine gute Eiweißquelle wie Fleisch, Fisch, Tofu oder Hülsenfrüchte. Und dazu kann man eine sättigende Beilage, z. B. Reis, Quinoa, Kartoffeln oder Nudeln zu tun.
Die einzelnen Zutaten kannst du nach deinem Geschmack braten, dämpfen oder kochen. Danach bewahrst du sie getrennt voneinander in gut verschließbaren Behältern im Kühlschrank auf. Diese sollten am besten aus Glas oder lebensmittelechtem Kunststoff sein.
Für den kleinen Hunger zwischendurch bieten sich gesunde Snacks an, wie frisches Obst, selbst gemachte Müsliriegel oder Energy Balls. So stillst du auch den Hunger zwischen den Hauptmahlzeiten.
Und keine Sorge: Meal Prep heißt nicht, dass du tagelang das Gleiche essen musst. Im Gegenteil, denn du kannst die vorgekochten Zutaten immer wieder neu kombinieren. Beispiel dafür ist: Gekochte Linsen kannst du am ersten Tag als Beilage essen, am zweiten Tag zu einer Suppe verarbeiten und an dem dritten Tag zu leckeren Bratlingen formen. So bleibt es abwechslungsreich und lecker!
Achte darauf, dass jede Mahlzeit eine ausgewogene Kombination enthält:
Die Haltbarkeit von vorbereiteten Mahlzeiten hängt davon ab, welche Zutaten du verwendest und wie du sie lagerst. Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) solltest du gekochte Speisen im Kühlschrank nicht länger als zwei bis drei Tage aufbewahren. Danach empfiehlt es sich, sie einzufrieren. Gerichte mit rohen Zutaten wie frischem Obst oder Blattsalat solltest du sogar möglichst noch am selben Tag essen, spätestens aber nach einem Tag verbrauchen.
Wichtig ist auch die richtige Kühlschranktemperatur: Ideal sind maximal 5 °C, auf keinen Fall mehr als 7 °C. Die kältesten Zonen befinden sich meist hinten und unten. Dort kannst du deine Mahlzeiten am besten vorbereiten.
Auch in Meal-Prep-Communities hört man häufig: Drei bis vier Tage sind ein gutes Maß. Danach steigt das Risiko, dass etwas verdirbt. Einige berichten zwar, dass proteinreiche Gerichte wie Linseneintopf oder Hähnchen auch bis zu sieben Tage durchhalten. Doch trotzdem sollte man vorsichtig beim Verzehren sein. Der Geruch, die Farbe oder die Konsistenz können Hinweise darauf geben, ob etwas noch genießbar ist.
Als Faustregel gilt: Alles, was du nicht innerhalb von vier Tagen isst, solltest du besser direkt einfrieren. Im Tiefkühler sind viele Gerichte problemlos vier bis sechs Monate haltbar. So bleibt dein Essen sicher und lecker.
Der absolute Meal Prep Klassiker ist Hähnchen mit Reis und Brokkoli. Aber wieso?
Das Gericht ist beliebt, weil es
Zubereitung:
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Bundesinstitut für Risikobewertung. (2022, März 10). Fragen und Antworten zum Vorkochen für mehrere Tage. www.bfr.bund.de/de/fragen_und_antworten_zum_vorkochen_fuer_mehrere_tage-200539.html
Ducrot, P., Méjean, C., Aroumougame, V., Lampuré, A., Adriouch, S., Kesse-Guyot, E., & Péneau, S. (2017). Meal planning is associated with food variety, diet quality and body weight status in a large sample of French adults. The International Journal of Behavioral Nutrition and Physical Activity, 14(1), 12. doi.org/10.1186/s12966-017-0461-7
Forks Over Knives. (n.d.). Meal prepping: 6 reasons it’s worth the hype. www.forksoverknives.com/how-tos/meal-prepping-6-reasons-its-worth-the-hype/
Flavory Dishes. (2023). How long can you keep meal prep? flavorydishes.com/how-long-can-you-keep-meal-prep/
Organize For Living. (2022). How long do pre-prepped meals last in the fridge? organizeforliving.com/how-long-do-pre-prepped-meals-last/
Balanced Diet Hub. (2022). 5 benefits of batch cooking for meal prep. balanceddiethub.com/holistic-nutrition/meal-planning/5-benefits-of-batch-cooking-for-meal-prep/
GQ Magazine UK. (2021). Meal prep for muscle: What to eat and how to cook it.
Wloka, B. (2021, Juli 28). Meal Prep – was ist das eigentlich? LECKER.de. https://www.lecker.de/meal-prep-was-ist-das-eigentlich-77594.html
Peermeal. (2023). The science behind meal prep. peermeal.com/blog/science-behind-meal-prep