ePA-Umfrage im Newsletter und auf Instagram:

So habt ihr gevoted

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Im Newsletter und auf Instagram haben wir euch gefragt, was ihr von der elektronischen Patientenakte (ePA) haltet. Das Ergebnis war überwiegend positiv, 44 Prozent sagen: „Ja, ich finde die ePA gut.“ Ein klares Bekenntnis, trotzdem ist die Beziehung noch nicht ganz unkompliziert. Kritik hagelt es vor allem bei der Bedienbarkeit, und in Sachen Datenschutz ist mancher skeptisch. Was müsste passieren, damit aus einem „Ja, aber“ echte Begeisterung wird? Unser ePA-Experte Luis Kunde schaut auf euer Voting und eure Kommentare und ordnet ein.

Text: Carolin Kubo​​​​​​

Was sagen Nutzer zur ePA? Umfrage und Ergebnisse

Wir wollten von euch wissen: Habt ihr die ePA schon oder seid ihr noch skeptisch? Die Abonnenten unseres Newsletters und unsere Instagram-Community haben abgestimmt, und das Ergebnis ist ein klares „Ja, aber“. ​​​​​​​

​​​​​​​So habt ihr abgestimmt:

  • 44,2 % sagen: JA, ich finde die ePA gut.
  • 30,2 % sagen: JEIN, die gematik muss bei der ePA-App erst noch nachbessern.
  • 25,6 % sagen: NEIN, ich lehne die ePA ab.​​​​​​​

 

Das Ergebnis unserer ePA-Umfrage zeigt: 44,2 Prozent der Teilnehmer finden die elektronische Patientenakte gut, weitere 30,2 Prozent sehen die ePA grundsätzlich positiv, wünschen sich aber Verbesserungen, zum Beispiel bei der ePA-App. Ablehnend äußerten sich 25,6 Prozent.

Die Umfrage ist nicht repräsentativ und bildet ausschließlich die Meinung der Teilnehmer ab. Teilgenommen haben insgesamt 43 Personen (Stichtag: 24.8.2026) aus unserer Newsletter- und Instagram-Community. Rund die Hälfte hat ihr Voting zusätzlich (anonym) kommentiert.

 

Wie gut ist die ePA? Eure Kommentare

Fast jeder zweite hat zusätzlich zur Abstimmung noch einen Kommentar hinterlassen. Dabei zeigen sich deutlich vier verschiedene Aussagen: 

  1. Kritik an der Bedienbarkeit
    Bei der Bedienung wünschen sich viele weniger Umwege und mehr Intuition. Die App sei „zu unübersichtlich, zu wenig nutzerfreundlich und intuitiv“, schreibt ein Kunde, ein anderer meint: „Die gesamte Bedienung ist recht umständlich“. Dazu kommen technische Hürden: Probleme nach Updates, Schwierigkeiten bei der Einrichtung oder ein noch gar nicht so altes Smartphone, das plötzlich nicht mehr unterstützt wird. Auch fehlende Barrierefreiheit wird von euch bemängelt.
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  2. Zu wenige Ärzte nutzen die ePA
    Die elektronische Patientenakte (ePA) kann nur dann ihr volles Potenzial entfalten, wenn alle berechtigten Beteiligten im Gesundheitswesen darauf zugreifen. Doch mehrere von euch kreiden an, dass Ärzte die Befunde nicht hochladen. „In meiner stehen bislang nur uralte Dinge drin, die die Kasse eingetragen hat“, kommentiert einer – die Arztbefunde trage er weiterhin auf Papier durch die Gegend. Auch andere schreiben, bisher habe bei ihnen noch kein Arzt Befunde in der ePA eingestellt.
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  3. Skepsis wegen der Datensicherheit
    Beim Thema Datenschutz bleibt bei einigen von euch ein ungutes Gefühl. Schließlich geht es um besonders sensible Gesundheitsdaten. „Ich möchte meine Daten für mich behalten“, schreibt etwa ein Teilnehmer. „Ein transparenteres Aktivitätenprotokoll ist nicht ausreichend“, stimmt ein anderer zu. Mehrere Nutzer ziehen in Zweifel, ob die Informationen wirklich sicher sind: „Zu viele Daten, die gehackt werden können“, findet ein Kunde.
     
  4. Die ePA hat große Vorteile
    Einige von euch bestärken aber auch ihr Voting pro ePA mit einem konkreten Kommentar. „Sehr gut, da viele Doppeluntersuchungen vermieden werden können“ findet ein Kunde die ePA, ein anderer schreibt hinter seinen Verbesserungsvorschlag: „Aber grundsätzlich finde ich die epa gut und wichtig!“ Die deutliche „Ja, aber“-Tendenz der Abstimmung bringt dieser Kommentar auf den Punkt: „Ich fände es sehr praktisch, wenn wirklich alles auf der Chipkarte wäre, auch Berichte etc.“ Hier ist wichtig zu wissen: Die medizinischen Dokumente der ePA werden nicht auf dem Chip der Gesundheitskarte gespeichert. Die eGK dient vielmehr unter anderem dazu, im Behandlungskontext den Zugriff auf die ePA zu ermöglichen – sozusagen als Schlüssel zu den besonders stark gesicherten Daten.

 

Einordnung: Das sagt unser Experte zum Ergebnis

Luis Kunde ist bei der BERGISCHEN für die ePA zuständig. Der Gesundheitsmanager behält im Blick, was sich rund um die ePA tut – denn eins ist wichtig zu wissen: Die ePA-App wird nicht direkt von den Krankenkassen gestellt – anders als die BERGISCHE-App. Das sagt Luis zum Voting: 

Das Ergebnis zeigt für mich vor allem eines: Viele sehen den grundsätzlichen Nutzen der ePA, gleichzeitig gibt es noch Punkte, die besser werden müssen. Besonders die Kritik an der Bedienbarkeit der ePA-App können wir gut nachvollziehen und kennen sie auch aus den Rückmeldungen unserer Versicherten.“

Er gibt jedoch zu bedenken: „Bei der technischen Umsetzung der App sind wir auf die BITMARCK als Hersteller angewiesen und auf die gematik, die die grundlegenden rechtlichen Anforderungen an die ePA und die App vorgibt.“

Der Sicherheitsaspekt habe in jeder Stufe des Prozesses sehr hohe Priorität: „Gerade weil hier besonders sensible Gesundheitsdaten verarbeitet werden, sind hohe Sicherheitsanforderungen notwendig. Gleichzeitig ist für uns klar: Sicherheit und eine möglichst einfache, intuitive Bedienung müssen künftig noch besser zusammengebracht werden. Nutzererfahrungen wie die von euch geäußerten sind dabei sehr hilfreiche Informationen, die wir ins Gespräch mit den Entwicklern mit einbringen.“  

Wichtig sei, ergänzt Experte Luis, die Unterscheidung zwischen der elektronischen Patientenakte (ePA) und der ePA-App: „Die App ist vor allem der persönliche Zugang, um die eigene ePA einzusehen und zu verwalten. Die ePA kann aber auch dann schon einen Mehrwert in der medizinischen Versorgung bieten, wenn Versicherte die App selbst nicht aktiv nutzen.“ 

Bei der von den Kunden bemängelten unzureichenden Nutzung der ePA durch Ärzte und andere Leistungserbringer sieht er bereits Licht am Horizont und rät noch zu ein wenig Geduld. „Die Einführung braucht einfach ein bisschen Zeit. Noch arbeitet nicht jede Praxis oder jedes Krankenhaus im gleichen Umfang mit der ePA, das stimmt. Gleichzeitig hat sich hier bereits viel getan: Aktuell weist das TI-Dashboard, also die Nutzerübersicht innerhalb des besonders gesicherten Datennetzes, mehr als 111.000 teilnehmende Einrichtungen aus. Die ePA wird also zunehmend Teil des Versorgungsalltags und mit wachsender Nutzung wird auch ihr Nutzen für Versicherte immer sichtbarer“, so seine Einschätzung.

 

Ihr wollt noch mitmachen beim ePA-Voting?

Wer noch nicht seine Stimme zur ePA abgegeben hat, kann das noch nachholen: Unter bergischekrankenkasse.lamapoll.de/ePA-Voting findet ihr die Umfrage und könnt noch bis zum 30.9. voten und kommentieren. Tipp: Damit ihr beim nächsten Mal direkt dabei seid, abonniert jetzt unseren Newsletter! So verpasst ihr keine spannenden News mehr.

Der Newsletter erscheint rund einmal im Monat und ist für alle kostenlos, auch für Versicherte anderer Krankenkassen.

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FAQ – Umfrage zur elektronischen Patientenakte (ePA)

Wie haben die Teilnehmer der nicht repräsentativen Umfrage die ePA bewertet?

Das Ergebnis unserer ePA-Umfrage zeigt: 44,2 Prozent der Teilnehmer finden die elektronische Patientenakte gut, weitere 30,2 Prozent sehen die ePA grundsätzlich positiv, wünschen sich aber Verbesserungen bei der ePA-App.

Warum nutzen Ärzte die ePA noch nicht konsequent?

Die elektronische Patientenakte kann ihren Nutzen erst entfalten, wenn Ärzte und andere Leistungserbringer relevante Befunde und Gesundheitsdaten dort einstellen. Vielen Praxen fehlt jedoch noch die Routine.

ePA und Datenschutz: Wie sicher sind die Gesundheitsdaten?

ePA: Diese Vorteile sehen die Nutzer

Die Teilnehmer unserer ePA-Umfrage sehen vor allem einen Vorteil: Wenn wichtige Gesundheitsdaten vollständig in der elektronischen Patientenakte verfügbar sind, können Doppeluntersuchungen vermieden und Informationen schneller zwischen Ärzten ausgetauscht werden.