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Wenn die Tage kürzer werden, muss das Lauftraining nicht pausieren. Auch im Herbst und Winter kannst du draußen aktiv bleiben – vorausgesetzt, du bist gut sichtbar und wählst deine Laufstrecke mit Bedacht. Wir zeigen dir, worauf du beim Laufen im Dunkeln achten solltest. Außerdem haben wir uns bei aktiven Läufern umgehört und stellen dir ihre Tipps für beleuchtete Laufstrecken in Solingen, Köln, Essen und der Region vor, auf denen du auch in der dunklen Jahreszeit sicher unterwegs sein kannst.
von Carolin Kubo
„Winter miles, summer smiles“: Geübte Läufer wissen, dass im Winter der Grundstein für die Zeiten in der Laufsaison gelegt werden. Und wer schon mal den Winter durch trainiert hat, sich regelmäßig aufgerafft hat, wenn die Couch gerade am gemütlichsten war – der weiß, was für ein herrliches Gefühl einen dafür belohnt! Wenn es spät hell und früh schon wieder dunkel wird, braucht das Laufen etwas mehr Aufmerksamkeit. Mit der richtigen Ausrüstung und einer passenden Strecke bist du doppelt motiviert und sicherer unterwegs.
Wir haben beides für dich zusammengestellt: Das Wichtigste zu deiner Ausrüstung – und ein paar Insidertipps für gute Strecken in der Region für dein Winter-Lauftraining.
Wer bei Dunkelheit läuft, muss zwei Dinge sicherstellen: selbst ausreichend sehen und von anderen rechtzeitig wahrgenommen werden. Gerade im Straßenverkehr kann das entscheidend sein. Eine dunkel gekleidete Person wird bei schlechten Sichtverhältnissen von Autofahrenden häufig erst aus etwa 25 Metern Entfernung erkannt. Bei 50 km/h beträgt der Anhalteweg eines Autos unter idealisierten Bedingungen bereits rund 28 Meter. Reflektierende Materialien können die Sichtbarkeit im Scheinwerferlicht dagegen auf bis zu 140 Meter erhöhen.
Wer bei Dunkelheit läuft, muss zwei Dinge sicherstellen: selbst ausreichend sehen und von anderen rechtzeitig wahrgenommen werden. Gerade im Straßenverkehr kann das entscheidend sein. Autofahrende erkennen eine dunkel gekleidete Person bei schlechten Sichtverhältnissen häufig erst aus etwa 25 Metern Entfernung erkannt, warnt der ADAC. Wenn man dann einberechnet, dass der Anhalteweg eines Autos bei 50 km/h selbst unter Idealbedingungen bereits rund 28 Meter beträgt, ist das viel zu wenig. Aber du kannst selbst viel für deine Sicherheit tun: Reflektierende Materialien können die Sichtbarkeit im Scheinwerferlicht auf bis zu 140 Meter erhöhen. Trägst du Lampen an dir, kann man dich oft von noch weiterer Entfernung erkennen. Dann bleibt genug Zeit zum Ausweichen und Bremsen.
Aber nicht nur Autofahrer, auch entgegenkommende Fußgänger und Radfahrer auf deiner Laufstrecke solltest du im Blick haben. Gute Sichtbarkeit hilft, Kollisionen und Unfälle zu vermeiden.
Nicht jedes Material, das beim Laufen auffällt, erfüllt denselben Zweck. Für die richtige Ausrüstung lohnt sich ein Blick auf die Unterschiede:
Fluoreszierende Farben: Neonfarben wie Gelb, Orange oder Pink erhöhen den Kontrast zur Umgebung. Sie sind vor allem bei Tageslicht und in der Dämmerung hilfreich, weil sie vorhandenes Licht besonders gut zurückwerfen. Bei völliger Dunkelheit funktioniert das allerdings kaum bis gar nicht. Im Winter ist das tagsüber gut, für Abends oder früh morgens jedoch meist zu wenig.
Retroreflektierende Materialien: Reflektorstreifen und -elemente werfen einfallendes Licht in Richtung der Lichtquelle zurück. Im Straßenverkehr machen sie dich im Scheinwerferlicht sichtbarer. Hier zählen Masse und Klasse: Je größer die reflektierende Fläche, desto auffälliger. Besonders auffällig sind Laufjacken aus vollflächig retroreflektierendem Material. Anders als bei einzelnen Reflektorstreifen wird hier nahezu die gesamte Jacke zum Rückstrahler: Sobald sie von Autoscheinwerfern oder einer anderen Lichtquelle angestrahlt wird, leuchtet sie intensiv auf. Modernes Reflexgewebe nutzt übrigens Mikroglasperlen oder Mikroprismen, die das einfallende Licht zurückwerfen.
Aktive Beleuchtung: LED-Leuchten an Kleidung, Schuhen oder am Körper sind dein Joker für die Sichtbarkeit im Dunkeln und im Dunklen ein absolutes Must-have. Sie bieten doppelten Vorteil: Du bist von weithin sichtbar – und siehst selbst Hindernisse auf deinem Weg.
Die klassische Stirnlampe spaltet die Läufercommunity. Viele Läufer schwören darauf, andere mögen das wippende Licht direkt über den Augen und die starken Schlagschatten gar nicht. Aber es gibt zwei gute Alternativen: Bauchlampen und Schuh- bzw. Knöchellichter.
Laufbauchlampen, Gürtellampen oder Running Lights sind speziell dafür konzipiert, den Laufweg von der Körpermitte aus auszuleuchten. Die Lampe sitzt an einem elastischen Gürtel oder wird direkt am Hosenbund befestigt. Einige haben hinten am Gurt zusätzlich ein rotes Rücklicht. Oft haben auch Stirnlampen Gurte, die lang genug sind, um als Bauchlampe getragen zu werden – so kannst du ausprobieren, was besser für dich passt.
Schuh- oder Knöchellampen sind eine gute Ergänzung. Sie beleuchten den Weg genau da, wo deine Füße hintreten. Durch die Schrittbewegungen sind sie auffällig; du solltest allerdings zusätzlich am Oberkörper Leuchten tragen, um von Autofahrern und anderen Verkehrsteilnehmern sicher gesehen zu werden.
Die Extra-Portion Glow bringen Schnapparmbänder mit LEDs. Die klipst du dir einfach um die Oberarme und Knöchel und wirst so rundum sichtbarer. Im Laufsportgeschäft gibt es auch magnetische Leuchten, die du an deiner Kleidung befestigen kannst.
Wir haben mal bei den Läufern rumgefragt und Tipps für gute Strecken gesammelt, auf denen man im Dunklen gut trainieren kann. In den Städten der Region gibt es oft Möglichkeiten, zumindest eine kleine Runde bei ausreichend Licht zu laufen. Hier sind unsere Lieblingsstrecken zum Laufen im Herbst und Winter in Solingen, Köln und im Revier!
Die bekannteste beleuchtete Strecke in Solingen hat eine ganz besondere Geschichte – und die ist eng verbunden mit der BERGISCHEN! Denn im Jahr 2006 schufen im Rahmen der Regionale viele Städte in der Region beleuchtete Strecken. In Solingen jedoch fehlte das Geld dafür. Die damals amtierende Miss Zöpfchen Kim Armbrüster machte sich stark für die Stadt und sorgte dafür, dass mit Sponsorenläufen und Spendenaktionen genügend Geld zusammenkam, um die komplette Korkenziehertrasse zu beleuchten. Heute engagiert sich Kim Armbrüster für die BERGISCHE – als Teamleiterin für den Bereich Versicherung.
Das zweite Stichwort für Läufer in Solingen heißt Flutlichtlaufen: Von Oktober bis März kannst du im Walder Stadion (Jahnkampfbahn) unter Trainingsbeleuchtung laufen – ein Tipp von Thomas Preissner, Grafiker im Marketingteam der BERGISCHEN.
Auch in Wuppertal hast du die Wahl zwischen Trasse und Stadion. Sportwissenschaftler Jan Römer, Teamleiter im Vertrieb der BERGISCHEN, hat zwei gute Tipps fürs Laufen im Herbst und Winter in Wuppertal für dich:
Die Domstadt bietet Läufern auch bei Dunkelheit Alternativen fürs Lauftraining. Carolin Kubo, Redaktionsleitung im Marketingteam der BERGISCHEN, hat die Stadt beim Halbmarathontraining immer wieder im Dunkeln durchlaufen. Ihre Tipps für dich:
Das Revier hat ein paar einzigartige Laufveranstaltungen in petto – und das geht nicht ohne Training! Christian Turra, Teamleiter Marketing bei der BERGISCHEN, hat drei Tipps für seinen Wohnort Essen und seine Heimatstadt Gelsenkirchen.
Vorständin Sabine Stamm ist vielleicht die passionierteste Sportlerin im Team der BERGISCHEN. Ehrensache, dass auch sie einen Tipp fürs Laufen im Dunkeln hat: Einen 7 Kilometer langen beleuchteten Rundweg, idyllisch gelegen am Rhein-Herne-Kanal.
Deine Stadt oder deine beleuchtete Winterlaufstrecke ist noch nicht dabei? Hilf anderen Läufern in deiner Nähe mit deinem Tipp! Schick eine Mail mit Infos zur Laufstrecke, Beleuchtung und weiteren interessanten Details an newsletter@bergische-krankenkasse.de .
Viele Städte im Revier, Bergischen Land und Rheinland bieten beleuchtete Trassen oder Stadionbahnen mit Flutlicht. Wir haben ein paar gute Tipps für Solingen, Wuppertal, Essen, Köln und weitere Städte in der Region für dich.
Wähle möglichst gut einsehbare und beleuchtete Wege in belebten Gegenden. Trage helle, reflektierende Kleidung und ergänze sie durch aktive Lichtquellen, damit andere Verkehrsteilnehmer dich frühzeitig sehen. Passe dein Tempo an die Sichtverhältnisse an, um Unfälle zu vermeiden.
Eine Stirnlampe, Bauchlampe und Schuh- oder Knöchelleuchten leuchten den Weg vor dir aus. Zusätzliche LED-Leuchten oder reflektierende Bänder an Oberarmen und Knöcheln machen dich für andere besser sichtbar – auch von der Seite. Besonders sinnvoll ist die Kombination aus eigener Beleuchtung und reflektierender Kleidung.