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Mit den ersten kühlen Tagen steigt das Risiko für Atemwegsinfektionen. Die Grippeimpfung ist für viele längst Sicherheitsroutine. RSV dagegen kennen noch immer nur wenige. Dabei kann das Respiratorische Synzytial-Virus gerade für ältere Menschen schwere Folgen haben.
von Carolin Kubo
RSV greift die Atemwege an und löst Beschwerden aus, die einer Erkältung oder Grippe ähneln. Gesunde Erwachsene bemerken eine RSV-Infektion oft kaum. Auch bei Kindern und Jugendlichen verläuft eine Infektion mit dem RS-Virus meist mild und ähnelt einer einfachen Erkältung.
Bei älteren Menschen und Personen mit bestimmten Vorerkrankungen verläuft die RSV-Erkrankung jedoch mitunter schwer, etwa mit Bronchitis oder Lungenentzündung bis hin zum Krankenhausaufenthalt. Auch für Babys im 1. Lebensjahr kann das Virus schwere Folgen haben.
RSV steht für Respiratorisches Synzytial-Virus. Es wird von Mensch zu Mensch übertragen und verursacht eine Infektion der Atemwege. Die Beschwerden ähneln häufig einer Erkältung oder Grippe: Husten, Schnupfen, Fieber und Abgeschlagenheit können dazugehören. Manche Menschen merken auch gar nicht, dass sie sich mit RSV angesteckt haben: Bei Erwachsenen verläuft die Infektion häufig ohne Symptome oder nur mit leichten Beschwerden wie Schnupfen und Husten. Dadurch kann RSV unbemerkt weitergegeben werden – auch schon vor dem Auftreten erster Symptome.
Besonders bei älteren Menschen und Personen mit relevanten Vorerkrankungen kann RSV jedoch auch die unteren Atemwege betreffen und zu einer Bronchitis oder Lungenentzündung führen. Bei Säuglingen und Kleinkindern kann eine RSV-Infektion außerdem eine Bronchiolitis auslösen. Das ist eine Entzündung der kleinsten Atemwege, die mit Husten, schneller oder erschwerter Atmung und Atemnot einhergehen kann. Für Babys wird daher eine RSV-Prophylaxe angeboten, die die BERGISCHE vollständig übernimmt – mehr dazu liest du hier.
Gesunde Erwachsene bemerken eine RSV-Infektion oft kaum. Mit zunehmendem Alter steigt jedoch das Risiko für einen schweren Verlauf. Besonders gefährdet sind Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen.
Eine RSV-Infektion kann unter anderem eine Bronchitis oder Lungenentzündung auslösen. In schweren Fällen kann sogar ein Krankenhausaufenthalt notwendig werden.
Ein erhöhtes Risiko für schwere RSV-Verläufe haben insbesondere ältere Menschen sowie Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen. Dazu zählen beispielsweise schwere Herz- oder Lungenerkrankungen und bestimmte Erkrankungen des Immunsystems.
Husten, Schnupfen, Fieber und Abgeschlagenheit: RSV und Grippe können ganz ähnliche Beschwerden verursachen. Deswegen ist gerade bei Senioren der erste gute Schritt immer ein Kombi-Test für RSV-, Influenza- und Coronaviren. Den gibt es für kleines Geld in der Drogerie.
Eine saubere Unterscheidung nach Symptomen ist nur schwer möglich. Grob vereinfacht kann man sagen: Eine RSV-Infektion beginnt bei Erwachsenen häufig schrittweise mit erkältungsähnlichen Beschwerden wie Schnupfen, Husten und eventuell Fieber. Bei älteren Menschen oder Personen mit Vorerkrankungen kann sich der Husten innerhalb weniger Tage verstärken und zu Atemnot oder einer Erkrankung der unteren Atemwege führen. Eine Grippe setzt dagegen oft plötzlich ein und geht typischerweise mit hohem Fieber, starkem Krankheitsgefühl sowie Kopf-, Muskel- oder Gliederschmerzen einher; trockener Husten kann hinzukommen. Die Symptome überschneiden sich also, und eine Unterscheidung allein anhand der Beschwerden ist nicht sicher genug. Wenn du selbst oder eine ältere angehörige Person deutlich krank wirkt, Atemnot bekommt oder sich der Zustand rasch verschlechtert, solltest du ärztlichen Rat einholen.
RSV und Grippe lassen sich anhand der Symptome allein meist nicht zuverlässig unterscheiden. Klarheit bringt ein entsprechender Test. Bei starken Symptomen solltest du umgehend einen Arzt aufsuchen.
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die RSV-Impfung einmalig für alle Menschen ab 75 Jahren. Für Menschen zwischen 60 und 74 Jahren wird sie empfohlen, wenn bestimmte Grunderkrankungen vorliegen.
Dazu gehören
Ein RSV-Schutz kann insbesondere auch für Menschen sinnvoll sein, die in einer Pflegeeinrichtung leben.
Die Impfung soll vor allem schwere RSV-Erkrankungen und Krankenhausaufenthalte verhindern.
Die RSV-Impfung wird als einmalige Spritze in den Oberarm gegeben. Zur Verfügung stehen verschiedene Impfstoffe, darunter proteinbasierte Impfstoffe und ein mRNA-Impfstoff. Die Impfung wird im Impfpass dokumentiert.
Wie bei jeder Impfung können Nebenwirkungen auftreten. Am häufigsten sind Schmerzen an der Einstichstelle, Müdigkeit, Kopf- oder Muskelschmerzen. Meist sind die Beschwerden mild und klingen nach wenigen Tagen wieder ab.
Für Menschen über 75 Jahren und Personen mit bestimmten Vorerkrankungen ab 60 empfiehlt das Robert Koch-Institut (RKI) die Impfung gegen RSV. Für sie ist die Impfung gesetzliche Leistung und wird vollständig von der Krankenkasse übernommen.
Der beste Zeitpunkt für die RSV-Impfung ist der Spätsommer oder frühe Herbst – das RKI empfiehlt September oder Anfang Oktober. Wichtig ist, dass der Impfschutz rechtzeitig zum Beginn der RSV-Saison aufgebaut ist. Diese dauert in Deutschland meist von Oktober bis März. Nach der RSV-Impfung braucht das Immunsystem in der Regel etwa zwei Wochen, um einen ersten relevanten Impfschutz aufzubauen. Am stärksten ausgeprägt ist die Immunantwort meist ungefähr einen Monat nach der Impfung.
Auch wenn die RSV-Saison bereits begonnen hat, kann eine Impfung je nach persönlicher Situation noch sinnvoll sein. Das gilt zum Beispiel, wenn du erst später zur empfohlenen Zielgruppe gehörst.
Auch die Grippe ist weit mehr als eine starke Erkältung. Influenzaviren können schwere Komplikationen wie hohes Fieber und Lungenentzündung verursachen. Besonders Ältere und Personen mit chronischen Erkrankungen tragen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf. Deshalb lassen sich viele regelmäßig gegen Grippe impfen.
Gerade für Senioren und Risikopatienten ist das eine gute Sicherheitsroutine. Doch RSV und Grippe sind zwei unterschiedliche Infektionen. Wer gegen Grippe geimpft ist, ist dadurch noch nicht vor RSV geschützt. Deshalb gehören im Idealfall beide Impfungen einfach zusammen.
Grippe- und RSV-Impfung können – abhängig vom verwendeten RSV-Impfstoff – am selben Termin verabreicht werden. Welche Impfungen für dich sinnvoll sind, besprichst du am besten mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.
Für gesunde Kinder, Jugendliche und Erwachsene ist eine Impfung gegen RSV in der Regel nicht notwendig. Komplikationen wie unten von unserem Testimonial geschildert sind selten.
Für ältere Menschen ab 75 und Risikopatienten ab 60 Jahren kann die RSV-Impfung hilfreich sein, insbesondere, wenn sie in einer Pflegeeinrichtung untergebracht sind.
Ob du oder deinen Angehörigen euch gegen RSV impfen lassen solltest, besprecht ihr am besten individuell mit dem Hausarzt. Er kann alle relevanten Faktoren mit einbeziehen.
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